Leserstimme zu
Herrchentrubel

Amüsant, voller Sarakasmus und gut getroffen

Von: DannyBiest
19.08.2016

Kurzbeschreibung Zehn Jahre lang hat sich Herrchen von zwei verrückten Hunden auf der Nase herumtanzen lassen. Doch ab zehn werden Hunde bekanntlich ruhiger. – Ruhiger? Herrchen weiß nicht mehr, wer ihm diesen Unsinn erzählt hat. Tatsache ist, dass Luna auch im hohen Alter noch alles zusammenfaltet, was nicht bei drei auf dem Baum ist, und Wiki Selbsterbrochenes bewacht, als handle es sich um die Goldreserven von Fort Knox. Während Trainer Krause von Handauflegen bis zu mantraartigen Lalala-Gesängen alles empfiehlt, was die Fachwelt an Absurditäten zu bieten hat, wird Herrchen klar: Es gibt nichts Schöneres als vierbeinige Dickschädel, die sich nicht verbiegen lassen. Dann jedoch entpuppt sich eines Tages eine harmlos aussehende Beule bei Luna als bösartiger Tumor, und auf einmal wird Herrchen schmerzlich klar, dass auch das wildeste Hundeleben einmal zu Ende geht … Unterhaltsam, witzig und emotional berührend wie nie! Meine Meinung Was habe ich doch bei diesem Buch schmunzeln müssen. Der Autor hat mit so viel Ironie und Humor die verschiedenen Hundetrainer, hier im Buch auch Krause genannt, durch den Kakao gezogen, das man gar nicht anders konnte wie zu lachen. Was ich auch absolut sympathisch fand, ist das sich der Autor unter anderen über Cesar Milan „lustig“ gemacht hat. Ich mag diesen Hundetrainer nicht und finde seine Art absolut nicht in Ordnung, aber wie ich dank des Buches nun erfahren habe, konnte Herr Milan nicht mal den Test zu §11 beim Veterinäramt Hannover bestehen. Aber auch mit welcher Ironie der Autor hier an die ganzen selbsternannten Tierexperten ran geht ist nur amüsant. Jeder der ein Hund, oder nein besser noch, jeder der ein Tier hat, kennt doch solche Leute die immer sagen „Du musst das so und so machen“, haben aber selber nicht ansatzweise eine Ahnung wie es ist mit einem Tier zusammen zu leben. Stellenweise habe ich schon vermutet, das der Autor heimlich geschaut hat, wie es bei uns so von statten geht, wenn wir mit unserem Hund unterwegs sind. Unser Beagle hat nun auch schon das 10. Lebensjahr erreicht und ist so wohl durch meine Mutter, meine Schwester und auch uns ein bisschen verzogen. Aufs Wort hören, ne das gibt es bei uns nicht. Wir können 10 mal ganz ruhig und friedlich an einem fremden Hund vorbei gehen und es passiert rein gar nichts, beim 11. mal meint unser Dickerchen dann doch er muss den dicken Max markieren. So oder so ähnlich ist es auch mit Luna und Wiki, sie mischen die Hunde auf oder bewachen mit eiserner Disziplin ihr erbrochenes und wehe es kommt irgendjemand zu nah an den „Goldschatz“, dann gibt es auch schon mal ein paar Hundezähne die zu packen. Aber was passiert, wenn der Hund auf mal krank wird? Es wird eine Beule an den Rippen festgestellt und es muss eine OP her. 10 Jahre lebt man mit dem Tier zusammen, hat zig verschiedene Krauses erlebt oder andere Trainer, die einen doch nicht helfen konnten und dann heißt es, das man nicht weiß, wie es weiter geht. Es wird versucht zu operieren, aber vielleicht hilft diese OP auch nicht mehr und das Tier geht seinen letzten Weg über die Regenbogenbrücke!? Auch das ist Thema bei Herrchentrubel. Für mich war das auf jeden Fall ein gelungener Roman über eine Familie mit 2 Hunden und verschiedenen Trainern. Der Schreibstil ist einfach herrlich sarkastisch, ironisch und mit so viel Gefühl gespickt, das es wirklich Spaß gemacht hat das Buch zu lesen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und ich werde mir den Autor Michael Frey Dodillet im Hinterkopf behalten, damit ich die anderen Bücher die ist zuvor schon gab, noch anschaffen kann.