Leserstimme zu
Dein letzter Tag

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

dein letzter Tag

Von: Buchstabenschatz
28.08.2016

zum Inhalt Morgan Prager ist eine junge Studentin, die gerade an ihrer Masterarbeit in forensischer Psychologie schreibt. Sie ist frisch verlobt mit Bennett, den sie bei der Recherche zu ihrer Arbeit im Internet kennengelernt hat. Morgan hat 3 Hunde - Cloud, George und Chester- sie sind ein ziemlicher Streitpunkt zwischen dem jungen Paar. Als Morgan eines Tages nach Hause kommt, findet sie Bennett zerfleischt und augenscheinlich tot im Schlafzimmer. Die Hunde sind voll Blut. Auf der Suche nach Bennetts Eltern, die sie nur aus Erzählungen kennt, findet sie heraus, dass sie nicht die Einzige Verlobte Bennetts ist, dass weder seine Erzählungen über seine Herkunft, sein Leben oder seinen Job, noch sein Name der Wahrheit entsprechen. Nacheinander werden die anderen Verlobten tot aufgefunden und Morgan ist sich nicht bewusst, dass die Gefahr ihr näher steht als sie denkt. Was passiert mit den vermeindlichen Mörderhunden? Wer war Bennett wirklich? Kann Morgan überhaupt noch irgendjemandem trauen? Wer ist hier wirklich das Opfer? meine Meinung Ich konnte und musste das Buch in einem Rutsch durchlesen. Und es hat sich mehr als gelohnt. Auch wenn ich schon ca. in der Mitte des Buches ahnte, wer hier der Übeltäter ist, war ich mir durch die Wendungen doch nie ganz sicher. Die Geschichte ist ausgeschmückt mit psychologischem Fachwissen und erzählenden Abschweifungen, was mir persönlich sehr gefiel, denn es verlieh den Charakteren ein Bild und ich konnte mich besser in sie hineinversetzen. Es war die Zeit, in der die Lichter in den Zimmern die Fenster in Spiegel verwandelten, die Zeit, wenn man Farben am Himmel nicht mehr voneinander unterscheiden kann. (S.235) Es geht hier um Vertrauen, Tierliebe-und Hass, Eifersucht, Macht und die Frage : was macht einen Soziopathen zu einem Psychopathen und umgekehrt und wann, bzw warum wird ein Opfer zum Opfer. Was mir nicht gefiel, sind die eingebauten Sexszenen. Sie wirken irgendwie unpassend und deplatziert - so nach dem Motto: ein bißchen Erotik muss noch mit rein. Das Coverbild ist passend, es zeigt in diffusem Licht ein paar Hundepfoten. Der Name des Titels war mir erst nicht schlüssig - doch bei längerem Nachdenken kam ich darauf, dass er sich auf Bennetts letzten Tag beziehen könnte - denn man weiß erst am Ende, was an seinem letzten Tag wirklich geschah. A.J. Rich ist ein Pseudonym, hinter dem sich die beiden Autorinnen Amy Hempel und Jill Cement verbergen. Von mir bekommt der gelungene Psychothriller 4 ★★★★