Leserstimme zu
Der italienische Garten

Ein aufwühlender historischer Roman

Von: dressesandplaces.com
10.09.2016

Oktober im Jahr 1943. Italien ist von Deutschland besetzt und Widerstandskämpferin Elodie versucht, sich vor den Nazis zu verstecken. Aus Verona geflohen, versucht sie im ligurischen Portofino unterzutauchen. Angelo, ein junger verwitweter Arzt, nimmt sie bei sich auf – ohne Fragen zu stellen. Ein halbes Jahr zuvor in Verona: Nachdem ihr Vater von den Faschisten gefoltert wird, schließt sich Elodie schließt der Resistenza an, eine Gruppe junger Leute, die sich gegen das Hitlerregime wehren. Dort lernt Elodie Luca kennen und zwischen den beiden entwickelt sich eine Beziehung. Luca ist eigentlich Buchhändler, der seine Buchhandlung der Resistenza als Waffenlager zur Verfügung stellt. Elodie und ihre Freundin Lena arbeiten für die Widerstandsgruppe als Kuriere. Bis die Gruppe irgendwann auffliegt und es zur großen Katastrophe kommt. „Der italienische Garten“ erzählt eine Geschichte zweier junger Leute, denen der Krieg alles genommen hat, und die die Hoffnung auf ein gutes Leben trotzdem nicht verlieren. Es ist auch eine Geschichte darüber, welche Kraft von Musik und Literatur ausgeht, wie man davon im Leben gehalten wird. Ein aufwühlender und mitreißender Roman, der einen tief hineinzieht in das Entsetzen des Zweiten Weltkriegs. Einziger Kritikpunkt: Bei der Liebeshandlung geht es stellenweise ziemlich schwülstig zu. Abgesehen davon ist „Der italienische Garten“ ein sehr lesenswerte Roman, der ganz anders ist, als man es anhand Covergestaltung und Klappentext erwarten würde. Empfehlenswert für : Italien-Fans und historisch Interessierte Handlungsorte: Verona, Venedig, Genua und Portofino