Leserstimme zu
Star Wars™ - Episode I - Die dunkle Bedrohung

Eine Roman-Umsetzung mit Stärken und Schwächen...

Von: Der ReZensionÄr
19.09.2016

Vorab: Du solltest Ahnung von Star Wars haben, um meine Rezension verstehen zu können. Falls du dennoch Fragen hast: Ab in die Kommentare damit! Es ist wenig verwunderlich, dass dieser Roman die Geschichte der ersten Star Wars Episode ziemlich exakt nacherzählt. Allerdings wurde ich dadurch überrascht, dass – besonders zu Anfang des Buches – einige Szenen beschrieben wurden, die nicht im Film vorhanden sind. So handelt Anakin auf Tatooine beispielsweise mit einigen Jawas, um Dinge für Watto zu beschaffen. Hier wurde ich positiv überrascht! Der Roman ist wirklich spannend geschrieben. Und besonders dadurch, dass die Gedanken und inneren Konflikte der Charaktere hier beschrieben werden konnten, was natürlich im Film nicht möglich war, erhält das Buch eine überraschende Tiefe. Auch konnten dadurch viele Dinge beschrieben werden, die im Film unter den Tisch gefallen sind. Auf der anderen Seite gab es hier aber auch einige negative Punkte: Aus Pod-Rennen wurden Kapselrennen, aus dem Boonta-Eve der Boonta-Abend, aus „Die Fähigkeit zu sprechen macht dich noch lange nicht intelligent wird „Dass du sprechen kannst, heißt noch lange nicht, dass du intelligent bist!“. Ich glaube du verstehst, was ich meine. Einige, teils feststehende Begriffe aus dem Star-Wars-Universum, wurden hier völlig anders übersetzt. R2-D2 wurde hingegen nicht übersetzt und im Buch, wie im Englischen Original, Artoo genannt. Auch sind, wie du am Beispiel oben sehen kannst, viele Dialoge völlig anders verlaufen, als im Film. Das hat mich persönlich sehr gestört, da der Wortlaut aus dem Film mir natürlich bekannt ist, und ich jedes mal über die andere Übersetzung gestolpert bin. Das hat den Lesefluss gehemmt. Das beste an Episode I ist ja eigentlich Qui-Gon Jinn. Der Jedi ist einfach ein ziemlich cooler Charakter, der aber im Buch irgendwie ein bisschen was von seiner glatten, weisen Art verliert und ein bisschen mehr wie ein normaler Mensch wirkt. Das liegt daran, dass auch seine Probleme ausführlich beschrieben werden. Auch Obi-Wan und sein Verhältnis zu seinem Meister werden ausführlich beleuchtet, was mir ausgezeichnet gefallen hat. Kritisieren möchte ich, dass ich mir viele Charaktere nur so gut vorstellen konnte, weil mir der Film bekannt ist. Der Akzent der Neimodianer, deren Aussehen oder das Aussehen der Kampfdroiden wurde gar nicht beschrieben. Fazit Für Fans ist diese Romanumsetzung wirklich cool. Den Film ersetzen kann und wird sie aber nicht, ergänzen tut sie ihn aber ziemlich solide.