Leserstimme zu
Evil Games

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Böses Spiel

Von: analog 2.0
30.09.2016

Ich mag Kim Stone. Sie ist anders, direkt, gemein, aber sie ist immer ehrlich! Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen? (Band 1) hat mich vor einigen Monaten wirklich überzeugt und ich habe mich schon lange auf Band 2 gefreut. Gerade das Ende des letzten Bandes hat meine Erwartungen an Evil Games hat meine Erwartungen sehr hoch gesetzt. Das Cover gefällt mir gut, es passt optisch nicht nur zum ertsen Teil was ich sehr wichtig finde, sondern auch irgendwie zu der Grundstimmung dieses Hörbuches. Inhalt: Im Grunde sind es zunächst verschiedene Fälle an denen DI Stone arbeitet, es dauert nicht lange bis beide ineinander übergehen. Im Gegensatz zur Protagonistin weiß der Hörer aber alles. Die Autorin gewährt uns nicht nur Einblicke in die Perspektive der Protagonistin sondern auch in die Gedanken der Psychologin Dr. Alexandra Thorne. Schreibtstil: Die Kapitel sind wieder gewohnt kurz. Als „Von-Kapitel-zu-Kapitel-Leserin“ gefällt mir das auch in Hörbüchern sehr gut. Die rasant aufeinanderfolgenden Kapitel erzeugen schnell Spannung und das obwohl die Geschichte relativ lange braucht um in Fahrt zu kommen. Evil Games fesselt sehr schnell, in diesem Fall allerdings mit der Frage: „Wie kann man nur so abgrundtief böse sein?“ Das Grundthema dieses Hörbuches besteht aus psychischen Abgründen und wie die Figur Dr. Alexanra Thorne mit ihnen spielt. Mir gefällt gut, dass wir dieses Mal etwas mehr aus DI Stones Vergangenheit erfahren. Die Eckdaten kennen wir ja schon aus Silent Scream aber diese werden nun mit Leben gefühlt. Man kann spätestens jetzt verstehen, warum Kim ist wie sie ist. Charaktere: Wie bereits zu Beginn geschrieben mag ich DI Kim Stone schon seit Beginn dieser Reihe. Sie ist einfach anders, hat Ecken und Kanten und ist alles andere als eine „normale“ Protagonistin aus einem normalen Roman. Sie ist einfach sehr ehrlich und gerade heraus. Eigentlich würde man wohl sagen ihr fehlt soziale Kompetenz, aber vielleicht ist das ja im Grunde auch einfach bloß ihre Art auf sich selbst und das wesentliche zu achten. Sprecherin: Ich finde es toll, das Evil Games auch wieder von Andrea Sawatzki eingelesen wurde. Für mich passt sie perfekt zu der Geschichte und erinnert mich im Grunde sowieso an die Protagonistin Kim Stone. Mein Fazit: Auch wenn mich das Ende nicht überrascht hat bekommt dieses Hörbuch unbedingt eine Leseempfehlung. Ich würde auch empfehlen Silent Scream und Evil Games in der richtigen Reihenfolge zu hören damit man die vielen dezenten Anspielungen verstehen kann. Angela Marons konnte mich auch dieses mal wieder vollkommen mit ihrer Idee überzeugen und ich würde auch noch einen dritten Teil sehr gerne hören.