Leserstimme zu
Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen

Meeresfaszination

Von: Ira Christina Boysen
24.12.2016

Gleich der Einstieg in "Das Buch vom Meer" gelang mir mühelos und ich fand mich sehr schnell in die Handlung ein. Beide Protagonisten waren mir von Anfang an sympathischen. Man merkte förmlich, wie sehr sie das Meer liebten und auch von seinen Bewohnern fasziniert waren. Gleichzeitig spürte man aber auch ihren Respekt vor dem Meer als Naturgewalt. Die Sprachen von Stroksnes ist schön und flüssig, Schnörkel werden nur minimal gesetzt, immer dann, wenn es um Mythen und Legenden geht. Wer bei "Das Buch vom Meer" jedoch einen reinen Roman erwartet, liegt hier falsch. Vielmehr ist das Buch eine Mischung zwischen Roman und Sachbuch, da der Autor hier auf informative Weise versucht, Wissen über das Meer und die Evolution seiner Bewohner sowie einige Mythen und Legenden zu vermitteln. Die Jagd nach dem Eishai bietet nur den Rahmen. Daher ist ein Spannungsbogen nur dezent gesetzt. Jedoch wird immer wieder die Frage aufgeworfen, wann und ob es den beiden Protagonisten überhaupt gelingt, einen zu fangen. Das Cover des Buches ist blaues Leinen, in das in Dunkelblau der Umriss eines Hais sowie ein Boot mit zwei Menschen und auf der Rückseite ein Fisch geprägt sind. Insgesamt passt das Cover sehr gut zur Handlung und verleiht dem Buch gleichzeitig auch einen Touch Vintage, da es sich anfühlt, wie sich ältere Bücher anfassen. Alles in allem hat mir das Buch einige schöne Lesestunden beschert und bekommt daher 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung, gerade für Menschen, die das Meer lieben.