Leserstimme zu
Driven. Bittersüßer Schmerz

Toller Roman mit der richtigen Prise Humor

Von: Yvonne Mucha
21.02.2017

Das Cover fügt sich gut in die Driven Reihe ein, denn wie auch in den anderen Teilen sehen wir hier wieder ein Pärchen und trotzdem kann man es allein schon wegen der Farbe von den anderen Teilen unterscheiden. Ich finde es sehr schön auch von der Farbe her. Meine Meinung: In diesem Teil der Reihe geht es um Quinlan und dem Rockstar Hawkin, was mich natürlich sehr neugierig auf das Buch gemacht hat. Allerdings hatte ich anfangs meine Probleme, überhaupt in die Geschichte rein zu finden, das hat sich aber nach ein paar Seiten zum Glück wieder geändert. Quinlan Westin ist die Schwester von Colton und war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Quinlan ist Lehrassistentin und soll ausgerechnet den Rockstar Hawkin, der als Gastdozent Vorlesungen an der Uni hält, assistieren. Schon bei der ersten Begegnung musste ich schmunzeln. Sie ist sehr selbstbewusst und schlagfertig. Ich mag es, wenn die Frauen nicht immer als so kleine stille Mäuschen hingestellt werden und den Männern auch mal ordentlich Paroli bieten. Es knistert zwischen ihnen und dennoch ist sie davon überzeugt, dass sie sich niemals auf solchen Typen wie Hawkin einlassen wird. Denn sie weiß nur allzu gut, wie es in diesen Kreisen abläuft. Schließlich hat sie bei ihrem Bruder so einiges mitbekommen wie es in seinen Playboy-Tagen abgelaufen ist. Oft genug wurde sie auch enttäuscht und hat den Männern eigentlich abgeschworen. Hawkin Play, ist Frontmann und Leadsänger der beliebten Rockband Bent. Man merkt sofort, dass er ein absoluter Familienmensch ist. Er tut alles um seine Familie zu schützen und nimmt dafür einiges in Kauf, auch wenn er dafür vor Gericht landet, um seinen Bruder wieder einmal aus einer Misere zu holen. Mit Frauen hat er eigentlich keine Probleme, die stehen bei ihm Schlange. Nur seine Assistentin Quinlan lässt sich nicht so einfach verführen. Da muss er sich schon ein bisschen ins Zeug legen. Die Nebencharaktere, insbesondere die Bandmitglieder habe ich alle in mein Herz geschlossen, sie geben Hawkin immer wieder Rückendeckung. So, wie eine richtige Familie es tun sollte, die er eigentlich schmerzlich vermisst. Hawkin sein Stiefbruder Hunter hätte ich allerdings am liebsten am Kragen gepackt und geschüttelt. Mit dem Schreibstil hatte ich ein bisschen zu tun. Das Buch hat sich für mich nicht flüssig lesen lassen. Ich weiß nicht, woran das gelegen hat, aber manche Sätze musste ich mir zweimal durchlesen. Das Buch ist emotional, da Hawkin mit der Vergangenheit zu kämpfen hat, die immer wieder an die Oberfläche kommt und eigentlich auch auf gewisse Art und Weise sein Leben bestimmt. Fazit: Ich hätte mir noch ein bisschen mehr Spannung gewünscht. Das Buch bekommt von mir gut gemeinte 4 Sterne und eine Kaufempfehlung! Ich bedanke mich beim Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar.