Leserstimme zu
Küssen und andere lebenswichtige Dinge

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Beinahe mehr geboten, als erwartet :)

Von: Somaya
21.02.2017

Survival Training in der Wildnis, ein nerviger Begleiter und ein nicht wirklich gelungenes vergangenes Jahr. Das klingt doch schon ein wenig nach der Grundlage für ein Abenteuer, bei dem es aber nicht nur spannend, sondern auch mit dem gewissen Knistern und einer guten Portion Humor zugeht. Ob diese Erwartungen erfüllt wurden? Lest selbst. Zuerst muss ich sagen, dass ich das Buch noch vor bzw. am Anfang meiner Bloggerpause gelesen habe. Daher kann es sein, dass ich etwas allgemein bleibe und vielleicht auch einige Dinge, von welchen ich damals beim Lesen gedacht habe, dass ich sie unbedingt erwähnen muss, in Vergessenheit geraten sind. Ich möchte mich auch nicht durch fremde Rezensionen erinnern und automatisch beeinflussen lassen), weshalb sich mein Leseeindruck ausschließlich auf die Dinge bezieht, welche ich noch deutlich in Erinnerung habe. Und damit wären wir auch schon beim ersten Pluspunkt des Romans: Der erste Gedanke war, dass er überhaupt nicht mehr präsent wäre. Doch als ich mich dann kurz mit dem Klappentext eingelesen hatte und ein wenig drüber nachdachte, was denn vielleicht doch hängen geblieben ist, fielen mir überraschend viele Details/Szenen wieder ein. Das spricht ja doch dafür, dass die Autorin es schaffte, mir Bilder in den Kopf zu setzen, die irgendwo im Hintergrund gespeichert worden und nun auf Abruf wieder bereit gestanden haben. So etwas mag ich, denn kaum etwas ist für mich schlimmer, als mehrere Tage auf ein Buch zu verwenden, um hinterher festzustellen, dass überhaupt gar nichts dabei war, was es mir wert war, es ins Langzeitgedächtnis zu übernehmen. An Namen kann ich mich (außer durch den Klappentext) überhaupt nicht mehr erinnern, aber das ist nicht weiter verwunderlich, weil ich sowieso ein eher schlechtes Namensgedächtnis habe. Dafür habe ich einige Szenen wie zum Beispiel die Kennenlern-Runde nahezu bildlich vor Augen. Die Entwicklung von Helen bzw. ihrer Beziehung zur Gruppe hatte mir besonders gut gefallen. Die Chemie stimmte nun wirklich nicht "auf den ersten Blick", aber man konnte sehr gut mitverfolgen, wie sie immer näher zusammen rückten. Natürlich wurde der Fokus dabei (auch) auf die Beziehung zu Jake (und ja ... diesen Namen habe ich nachschauen müssen), aber sonst wäre es ja auch kein Liebesroman. Mein einziger Kritikpunkt (und auch bei diesem spricht es für sich, dass es in Erinnerung blieb) ist, dass es stellenweise wirklich etwas zu lang war und ich mir wünschte, dass einige Stellen und Szenen nicht ganz so langatmig ge- und beschrieben worden wären. Insgesamt habe ich auf jeden Fall mehr geboten bekommen, als ich erwartet hatte. Es wurde eine ganze Palette von Gefühlen bedient und sowohl die Erwartungen an Spannung, an Anziehung zwischen den Protagonisten, aber auch an den Humor wurden erfüllt. Lediglich die Tatsache, dass es stellenweise etwas langatmig war, "muss" ich als negativ anführen.