Leserstimme zu
Schnelles Denken, langsames Denken

Schnelles Denken, langsames Denken

Von: Jasmin von DasLesesofa
07.03.2017

Heute zählt nur noch eins: immer weiter, immer höher, immer schneller. Wir bemühen uns so sehr, um damit Schritt zu halten, doch irgendwann erreichen wir alle einen Punkt, an dem es nicht mehr weiter geht. Plötzlich zieht alles an uns vorbei. Es ist, als würden wir alles von der Seite zum Greifen nahe miterleben, aber ein wiedereinstieg ist fast schon unmöglich. Das wir an diesem Punkt angelangt sind, können wir anhand von drei Dingen vermuten: 1. Die radikalste Variante: Burnout. Endstation. Hier ist Schicht im Schacht. 2. Schleichende Dinge: die können sowohl physisch, als auch psychisch sein. Z.B. ein verstärktes Hexenschussrisiko bei zu vielem Sitzen oder immer weiter wachsende Vergesslichkeit. Egal in welchem Bereich oder welcher Grund auch immer man hat, es ist ratsam auf seinen Körper zu hören. Denn egal wie viel wir daran herumschrauben können und lassen - wir haben nur diesen einen und er ist unser Kapitel. 3. Das leise Signal: Wahrnehmung von Fehlern. Wann merken wir eigentlich, dass etwas ein Fehler war? Logisch, wenn wir etwas falsches begannen haben. Wir können darauf lernen und versuchen, sie beim nächsten Mal zu verhindern. Was welche Fehler begehen wir eigentlich oft und wieso? Der Psychologe und Nobelpreisträger Daniel Kahneman beschäftigt sich in seinem Buch Schnelles Denken, langsames Denken darüber, wie Menschen Entscheidungen treffen und welche Fehler sie dabei begehen. Kahneman geht von zwei Arten des Denkens auf: dem schnellen, intuitiven Denken und dem langsamen analytischen Denken. Er nennt diese System 1 und 2. System 1 führt häufig durch intuitiven Denken zu falschen Entscheidungen und da zweite System zwar länger braucht, aber wesentlich konkretere, bessere Entscheidnungen trifft. Dies wird in Schnelles Denken, langsames Denken an vielen Beispielen von Studien oder Gedanken deutlich gemacht. Fazit: Schnelles Denken, langsames Denken wurde von einem Professor der Psychologie geschrieben und das macht sich bei Lesen bemerkbar. Erheblich. Wer solche langatmigen, verschachtelten und fachwörterbeladende Texte nicht gewohnt ist, wird Probleme beim Lesen haben, denn dieses Buch ist wissenschaftlich geschrieben und kann auch schnell sehr anstrengend werden. Jedoch kann es sich lohnen, wenn man gerade erst beginnt sich für diese Materie zu interessieren. Für mich war schon vieles bekannt, weshalb ich nicht sehr viel mitnehmen konnte, aber es hat mich wieder daran erinnert, wie leicht es ist unser Hirn und uns mit Kleinigkeiten stark zu manipulieren. - von DasLesesofa.Blogspot.de