Leserstimme zu
Im Bann der Jägerin

Herzzerreißend und außergewöhnlich - Spinnenfrau liebt Wissenschaftler

Von: Bücherfüllhorn-Blog + Liebesromaneblog
16.04.2017

Fazit: Vorneweg: Eine ganz ausführliche Rezension findet ihr in meinem Bücherfüllhorn-Blog. Am Anfang dachte ich, als Trap in der Bar saß, „das gibt nichts mit dieser Geschichte“. Trap erzählt für meinen Geschmack an deplatzierter Stelle seine Familiengeschichte, das wirkte auf mich stark „aufgesetzt“. Auch ist von Anfang klar, dass eine starke Verbindung zwischen ihm und Cayenne besteht. Ähnlich wie bei vielen Bänden der „Sea-Haven-Saga“ ging mir das einfach zu schnell und ich befürchtete, dass mir dieser zwölfte Band der Schattengänger-Geschichte nicht gefallen würde, da auf den ersten 60 Seiten schon fast alles passiert. Des Weiteren waren mir die seitenlangen erotischen Sexszenen zwar ästhetisch umgesetzt, aber nahmen zu viel Raum in der Geschichte ein. Auch dass Cayenne eher devot veranlagt ist und zu allem „Ja“ sagte, störte mich ein wenig. Aber so ist das halt bei einigen Büchern von Christine Feehan, es macht auch nicht wirklich etwas aus, denn man kann diese Seiten entweder genießen oder schnell überfliegen. Das Interessante passiert aber dann schleichend und unerwartet, denn die Geschichte wird mit jeder Seite besser. Dies zeigt mal wieder, dass man jeder Geschichte eine Chance geben sollte, auch wenn der Anfang holprig ist. Zudem ist diese Geschichte dank der Hauptprotagonistin Cayenne sehr ungewöhnlich. Christine Feehan ist der Spagat gelungen, eine Frau mit einer veränderten animalischen DNA sehr sympathisch und verletzlich wirken zu lassen. Cayenne trägt die Gene der schwarzen Witwe in sich, einer Spinne! Ihr Biss ist tödlich! Wow, wie krass ist das denn? Kann man sowas lesen? Kann das funktionieren? Ja, es ist eine wunderschöne und stellenweise herzzerreißende Liebesgeschichte dank dieser außergewöhnlichen und liebenswerten Protagonistin Cayenne. Allein die Szene, als sie das erste Mal mit Trap „Shoppen“ geht, endet in vielfältiger Weise in einem wahren Desaster. Diese Szene kann schon zu Herzen gehen, Ich muss jetzt einfach definitiv die anderen Bände lesen. Alles in allem: Das Buch ist in einem Teil schon etwas langatmig, wie mit den seitenweisen sexuellen Ausschweifungen oder aber auch die Gespräche über „du gehörst mir – und ich gehöre dir“ wiederholten sich in ähnlicher Weise. Das war schon stellenweise einfach zu lang. Aber zwischen diesen Zeilen entfaltet sich dann eine besondere Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen mit einer schlimmen Vergangenheit und daraus resultierenden besonderen Fähigkeiten. Dies macht den Reiz dieser Liebesgeschichte aus. Normalerweise hätte ich zu 3-4 Sternen tendiert, aber die außergewöhnliche Kombination zwischen der Spinnenfrau Cayenne und dem Wissenschaftlicher Trap war so herzzerreißend schön, dass ich über die langatmigen Stellen gerne hinweg gelesen habe.