Leserstimme zu
Das Leben, Zimmer 18 und du

Hart aber Ehrlich

Von: Buecherverrueckt
28.05.2017

Mir fehlen ehrlich gesagt die Worte! Ich habe viele emotionale Bücher gelesen, aber Nancy hat mir mit ihrem Buch sowohl Tränen als auch ein Lächeln in das Gesicht gezaubert. Ich muss ganz ehrlich sagen, kein Autor hat meine Gefühlswelt so getroffen ,wie sie. Nancy's Geschichte ist hart, mehr als manch ein Mensch ertragen kann, und doch nutzt sie die letzte Kraft, die sie aufbringen kann, und lässt sich in die Klinik einweisen. Wenn man ihre Geschichte so liest, kann man sie nur bewundern, denn so viel Mut und Kraft zu haben nach allem noch aufzustehen und einen Funken Hoffnung zu haben zeigt, das Sie nicht aufgegeben hat. Das ihr erst nach bzw. während Sie in der Klinik war bewusst geworden ist, dass Ihre Beziehung nicht mehr das war, was sie mal war, kann ich sehr gut verstehen. Bei Depression denkt man oft das Veränderung nichts gutes sein können, denn es ist nicht das, was man kennt. Ich finde es dennoch toll und schön ,dass sie in der Klinik die große Liebe gefunden hat. Jemand der ihr Kraft gegeben hat und immer da war in der schlimmen Zeit. Ich muss aber ehrlich sagen, das mir der Ehemann echt unsympathisch wurde durch sein Verhalten das er an den Tag gelegt hat. Hauptsache aus der Krankheit raus halten und nichts tun. Es ist auch nichts Verwerfliches daran erst nach und nach zu merken, dass nicht der Tod ihres Bruders und ihrer Mutter die Krankheit ausgelöst hat, sondern das es schon viel früher angefangen hat, und es "nur" der Tropfen war, der das Fass zum überlaufen gebracht hat. Der Schreibstil ist trotz des Themas sehr einfach und angenehm zu lesen.