Leserstimme zu
Für immer Hollyhill

einmal mehr unterhaltsame Lesestunden

Von: Favola
05.06.2017

"Zurück nach Hollyhill" und "Verliebt in Hollyhill" waren für mich so richtige Wohlfühlbücher mit dem gewissen Etwas. Kein Wunder also, dass ich mich darauf freute, nach Hollyhill zurückzugehen - ein letztes Mal zumindest, denn "Für immer Hollyhill" ist der Abschluss dieser Trilogie. Emily ist es alles andere als leicht gefallen, Hollyhill und seine lieb gewonnenen Einwohner - allen voran ihre Grossmutter und ihre grosse Liebe Matt - zurückzulassen und nach Hause nach München zu fahren. Sie möchte ein ganz normales Leben mit ihrer Oma und ihrer besten Freundin Fee führen. Doch genau diese kann sie nach ihrer Rückkehr nicht erreichen. Erst durch den Besuch von Joe und Silly erfährt Emily, dass Fee ihr nachgereist ist und Hollyhill gefunden hat. Kaum da, ist der Ort gemeinsam mit ihr in die Zwanzigerjahre gesprungen. So macht sich Emily erneut auf ins Dartmoor, denn sie muss ihrer Freundin helfen. Mir hat es sehr gut gefallen, dass Fee in diesem letzten Band mehr Platz bekommen hat. Auf der Suche nach Emily hat sie wirklich Hollyhill entdeckt und fühlt sich sehr wohl. Daran ist natürlich nicht nur der Ort selber, sondern vor allem auch ein gewisser junger Mann Schuld, was Emily gar nicht gut findet. Fee blüht regelrecht auf und bringt frischen Wind nach Hollyhill. Sie nimmt zwar alles ein bisschen zu sehr auf die leichte Schulter, doch das ist wohl mit der rosa Brille der Verliebtheit zu entschuldigen. Nachdem die Bewohner Hollyhills in den vorangegangenen Bänden die 80er Jahre und 1811 mit den romantischen Regency-Kleidern und den eleganten Hochsteckfrisuren durcheinandergewirbelt hatten, geht es dieses Mal also in die goldenen Zwanziger. Ich muss jedoch sagen, dass Alexandra Pilz dieses Mal die Atmosphäre der Zeit nicht so gut eingefangen hat wie die letzten beiden Male. Sie konzentriert sich mehr auf das Chaos, das im kleinen Örtchen herrscht, denn zu Emilys Entsetzen ist Matt verschwunden. Zudem stimmt etwas mit dem Zeitreisen nicht und die Bewohner sehen Gespenster. So ist auch "Für immer Hollyhill" sehr spannend und unterhaltsam zu lesen. Doch leider bleibt das Finale meiner Meinung nach hinter seinen Vorgängern zurück. Es wird zu viel um den heissen Brei herumgeredet, nicht alles wird zufriedenstellend aufgelöst und ich hätte mir am Ende noch einen richtigen Aha-Moment gewünscht. Auch wenn dieses Mal das gewisse Etwas gefehlt hat, habe ich auch diesen dritten Teil gerne gelesen und blicke auf eine schöne Trilogie zurück. Fazit: "Für immer Hollyhill" ist der Abschluss der Trilogie rund um Emily, Matt und dem zeitreisenden Dorf. Auch wenn mich das Finale nicht ganz so begeistern konnte wie die ersten beiden Bände, erlebte ich einmal mehr unterhaltsame Lesestunden in Hollyhill. Alexandra Pilz hat eine Trilogie zum Wohlfühlen geschaffen.