Leserstimme zu
In Rache entflammt

Ein besonderer Fall für Eve Dallas mit viel Spannung

Von: Conny G.
08.06.2017

Der 33. Fall für Eve Dallas ist ein ganz besonderer, denn er führt sie zurück in die Stadt, der sie ihren Namen verdankt. In Dallas war Eve als achtjährige aufgefunden worden, nachdem sie ihren kriminellen Vater in Notwehr getötet hatte. Da sie sich an nichts erinnern konnte, gab man ihr den Namen der Stadt und sie wuchs in einer Pflegefamilie auf. Und genau dort hin lockt sie nun der aus dem Gefängnis entflohene gewalttätige, pädophile Isaac McQueen, der seine Verhaftung und Verurteilung vor vielen Jahren Eve zu verdanken hat. Klar ist, dass er Rache will. Dieser Fall ist anders als seine Vorgänger, nicht nur weil er überwiegend in Dallas spielt anstatt in New York. Eve sieht sich natürlich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, was sie psychisch mehr belastet, als sie sich eingestehen will. Dazu kommt, dass sie in Dallas natürlich nicht einfach so wie sie es gewöhnt ist, die Leitung der Ermittlungen übernehmen kann sondern mit den Ermittlern vor Ort und sogar dem FBI zusammenarbeiten muss. Ihr Mann Roarke begleitet sie und ist ihr wie immer eine wichtige Unterstützung, nicht nur beruflich sondern in diesem Fall ganz besonders im persönlichen Bereich. Eves erfahrenes Team in New York unterstützt sie auch bei den Ermittlungen. Eve überträgt ihrer Partnerin Delia Peabody die Leitung und steht in ständigem Kontakt mit ihr, um Ermittlungsergebnisse auszutauschen. Die Lage ist brisant, da in Dallas eines der damals entführten Mädchen, heute eine junge Frau, erneut entführt wurde und kurze Zeit später noch ein kleines Mädchen. Außerdem geht man davon aus, dass McQueen es letztendlich auf Eve abgesehen hat, so dass diese in ständiger Gefahr schwebt. Das machte auch die hohe Spannung in der Story aus, da nicht vorhersehbar war, wie und wann der Täter zuschlagen würde. Mir hat es wieder großen Spaß gemacht, die Vollblutpolizistin Eve bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Ihre Raffinesse und ihre Ermittlungstaktiken begeistern mich immer wieder. Sie geht nicht immer den geraden Weg sondern folgt auch anderen Spuren, wie der des Geldes und denkt oft um die Ecke. Und hier galt es ja nicht nur den entflohenen McQueen zu finden sondern vor allem auch den Aufenthaltsort der Entführungsopfer. Die Kollegen in Dallas, mit denen Eve dieses Mal zusammenarbeiten muss, waren alle gut gezeichnet und passten gut zur Story. Die kleinen Nebenschauplätze, die es sonst oft im privaten Bereich der Charaktere gibt, fehlen diesmal. Aber auch das passt zur Geschichte und wirkt glaubwürdig, da Eves engste Mitarbeiter diesmal Fremde sind und dieser Fall alle so in Atem hält, dass für private Dinge kaum Zeit bleibt. Eves persönliche Dämonen und die Konfrontation mit ihrer Vergangenheit sind gelungen und glaubwürdig dargestellt. Eves doppelte Belastung, damit klar zu kommen und gleichzeitig zwei Entführungsopfer zu retten sowie einen Schwerverbrecher zurück ins Gefängnis zu bringen, war gut spürbar, genau wie ihr eiserner Wille, das alles zu schaffen. Ich habe mit Eve gelitten und gefiebert und nur gehofft, dass sie es rechtzeitig schafft. An Spannung und Action hat es in dieser Geschichte wirklich nicht gemangelt. Mich hat dieser Fall durchgehend gefesselt, auch weil er anders war als vorherige Fälle und besonders für Eve viele Überraschungen bereit hielt und von ihr alles abverlangt hat. Auch nach dem 33. Teil der Reihe habe ich noch nicht genug von Eve Dallas und freue mich schon auf den 34. Teil! Fazit: 5 von 5 Sternen