Leserstimme zu
Abraham Lincoln - Vampirjäger

Vampirjäger? Vampirjäger!

Von: Sidney
10.06.2017

Schon vor einigen Jahren kam der gleichnamige Film in die Kinos. Ich weiß noch, dass ich damals mit einer Freundin nach Stuttgart in den UFA-Palast gefahren bin. Wir waren beide ziemlich neugierig auf die Umsetzung dieser Idee und wurden nicht enttäuscht. Der Film vermag zu fesseln, ist spannend umgesetzt und macht Spaß. Langeweile kam nicht auf. Als ich dann von Randomhouse die Möglichkeit bekam, das Buch zu lesen und zu rezensieren, schlug ich zu. Leider liegt mir das Buch nur als eBook vor und du weißt ja, dass ich nicht unbedingt der größte Fan von dieser Buchvariante bin. Die erste Hürde musste ich mit den Digital Editions von Adobe nehmen. In den Beschreibungen zur Bereitstellung des eBooks hieß es, dass man sich mit seinen Zugangsdaten verbinden solle um dann in den DEs das Buch runterladen zu können. Mein Handy (aktuell die einzige Möglichkeit für mich halbwegs bequem eBooks lesen zu können) wollte mir aber partout nicht das Buch anzeigen. Also fuhr ich den Rechner hoch um dort DEs zu installieren. Ich hatte nämlich das dumpfe Gefühl, dass die Version fürs Handy abgespeckt sein würde. Aber nein, auch dort hatte ich keinen Zugriff auf das eBook. Ich war schon kurz darauf frustriert aufzugeben. Abends legte ich mich dann in die Badewanne und hatte den Gedanken, vlt doch nochmal in die eMail vom Verlag zu gucken. Da fiel mir ein Anhang auf, den ich ursprünglich als eMailbegleitend abgetan hatte. Ja Pustekuchen! Das war das eBook! Also runtergeladen und siehe da, plötzlich konnte ich es in DEs aufrufen und sogar lesen! Ich war ja fast begeistert. Schlussendlich hatte ich dann eine Badewannenlektüre. Erster Eindruck Nachdem ich ja den Film bereits kannte, wusste ich schon in etwa, was mich im Buch erwarten würde. Interessant fand ich, dass dern Anfang des Buches aus der Perspektive des Autors geschrieben ist und so dargestellt wird, als lägen dem Autor tatsächlich die geheimen Tagebücher Lincolns vor. Auch die eingeschobenen Bemerkungen und Randnotizen von Grahame-Smith waren interessant zu lesen. Das machte die Geschichte lebendig. Ein Detail, was im Film nicht umgesetzt wurde. Leider blieb es dann aber auch genau dabei. Das Buch ist für mich kein Pageturner. Streckenweise hatte ich ein, zwei Wochen Pause. Allerdings - anders als bei den meisten anderen Büchern - war es nicht schwer, nach so einer langen Pause wieder in die Geschichte zu finden. Das eBook entwickelte sich für mich zur Wartezimmerlektüre: Ein Buch, das ich quasi nur dann las, wenn ich nichts anderes in die Finger bekam und Zeit totschlagen musste. Glaub mir, davon hatte ich in den letzten Monaten mehr als genug. Fazit Grundsätzlich fand ich das Buch gut. Es ist jetzt keines der Bücher, die ich verschlungen hätte. Die Handlung ist in sich stimmig und es macht Spaß zu lesen. Aber es ist kein Buch, bei dem ich in einer Pause unbedingt wissen musste, wie es weiterging. Bei anderen Büchern stellte sich mir im Lauf des Tages unweigerlich die Frage "Wie geht es weiter?" und ich freute mich praktisch auf freie Zeit, in der ich lesen konnte. Das hatte ich bei Abraham Lincoln: Vampirjäger leider nicht. Das Buch ist allerdings eine hervorragende Ergänzung zum Film und ich möchte es dir nahelegen, wenn du den Film gesehen hast.