Leserstimme zu
Das zweite Gesicht

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Glaubwürdiger Historoman /Spoiler

Von: Nomas Literaturblog
02.07.2017

Bei Amazon ziemlich schlechte Bewertungen, was mich wundert. Vielleicht, weil es kein Emanzenroman ist, welcher in der Vergangenheit angesiedelt ist. Ganz im Gegenteil, der Aufbau folgt einem klassischen Western, in welchem die Frauen geschunden sind und die Hilfe eines Mannes brauchen. In diesem Fall die des Brandermittlers Simon Pryor. Die Familie flieht nach einem Brand zu den Shakern, genauer gesagt gibt die Mutter die Kinder dort ab und verlässt sie. Ziemlich genau werden die Eigenheiten dieser recht befremdlichen und extrem lustfeindlichen Sekte geschildert und das Leben auf dem Hof. Währenddessen verelendet die Mutter immer weiter und wird als Herumtreiberin irgendwann versteigert. Das fand ich insofern interessant, als dass ich nicht wusste, dass es solche Auktionen gegeben hat. Der Brandermittler deckt nach und nach das Unrecht auf, welches der Familie wiederverfahren ist, und beschließt, ihnen zu helfen. Vor allem, da er mit seinem Auftraggeber selbst noch ein Hühnchen zu rupfen hat. Große Literatur ist *Das zweite Gesicht* sicherlich nicht, aber das sind Histo-Romane eher selten. Im Gegensatz zu dem auf dem Markt üblichen Schund, sind die Charaktere als auch die Handlung glaubwürdig. Fazit Sicherlich kein gängiger Histo-Roman, dafür aber ein glaubwürdiger.