Leserstimme zu
Mickey Bolitar ermittelt - Das geheimnisvolle Grab

Spannung mit tollen Charakteren und geheimnisvollen Ereignissen

Von: Tintenhain
21.07.2017

Auch wenn Harlan Coben den dritten Band seiner Reihe um Mickey Bolitar mit einer kleinen Zusammenfassung startet, sollte man zwingend zuerst die beiden Vorgänger lesen. Die Bände der Trilogie haben zwar jeweils ein eigenes Schwerpunktthema, bauen aber unbedingt aufeinander auf. Ich konnte es kaum erwarten, die Abenteuer der Außenseiter-Clique endlich weiter verfolgen zu können. Die ungewöhnlichen Charaktere sind so wunderbar liebenswert gezeichnet, dass man einfach gern Zeit mit ihnen verbringt. Coben versteht es auch immer wieder aufs Neue, der Handlung einen besonderen Twist zu verleihen, so dass es auch im dritten Band immer noch extrem spannend ist und viele Geheimnisse aufzudecken gilt. Mickey, der Ich-Erzähler, nimmt sich gern selbst auf die Schippe, vor allem in Situationen, die ihm die Sprache verschlagen. Die Wortwechsel mit Ema und seinem Kumpel Löffel sind erfrischend und machen einfach Spaß. Aufgrund seines unsteten Lebens in vielen Ländern ist Mickey für sein Alter sehr selbständig und unabhängig. Dadurch wirkt er manchmal älter als er ist. Aber wenn er dann die Mobber der Schule als armselige Würstchen, die es nötig haben ihr Selbstwertgefühl aufzuwerten, in dem sie versuchen, das der anderen zu zerstören, entlarvt, ist es einfach eine Herzensfreude. Ein cooler Typ, der nie abhebt und vor allem ein treuer Freund ist. Die Reihe um Mickey Bolitar, die mit „Das geheimnisvolle Grab“ scheinbar ihren Abschluss findet, hat mich auf ganzer Linie zum Fan gemacht. Eine fesselnde Story, viele Geheimnisse, sympathische Charaktere mit Ecken und Kanten und vor allem spannend geschrieben – ein Lesevergnügen nicht nur für Jugendliche. Auch wenn der dritte Teil einen zufriedenstellenden Abschluss findet, so hat die Geschichte durchaus noch Fortsetzungspotenzial. Es gibt noch lose Fäden, die meiner Meinung nach verfolgt werden könnten. Wobei ich zugeben muss, das liegt wohl auch daran, dass ich mir so wünsche noch mehr Zeit mit Mickey, Ema und Löffel verbringen zu können. So werde ich wohl aber nun doch die Myron-Bolitar-Reihe, in der es um Mickeys Onkel geht, beginnen. Bisher hatte mich immer das Sportthema abgeschreckt, aber ich konnte dank Mickey ja bereits feststellen, dass seine Leidenschaft für Basketball zwar wichtig aber nicht raumgreifend und damit erträglich ist, auch wenn man mit dem Sport so gar nichts anfangen kann. © Tintenhain