Leserstimme zu
Wie ein Fisch im Baum

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Eine Geschichte, die mich zutiefst bewegt hat!

Von: Beauty Books
28.07.2017

Absolute Coverliebe. Ein Cover, dass mehr aussagt als man anfangs denkt. Hat man das Buch erst einmal gelesen, weiß man, warum Wie ein Fisch im Baum dieses Cover bekommen hat. Ich find es absolut passend zum Inhalt dieses Buches und möchte euch nun in einigen Worten erzählen, wie mir das Buch gefallen hat. Du redest Blödsinn, wenn du sagst, dass ich nicht verstehe, wie es ist, anders zu sein. Aber die Sache ist die... ich bin nur für die Leute anders, die mich mit den falschen Augen sehen. Und es kümmert mich nicht, was solche Leute denken. - Seite 159 In diesem Buch lesen wir über ein doch ernstes Thema, dass unglaublich toll umgesetzt worden ist. Viele Menschen dort draußen können weder lesen noch schreiben und leiden unter Legasthenie, so auch Ally. Man schämt sich dafür und versucht es im Alltag mit viel Druck stets zu verheimlichen. Auch Ally möchte nicht, dass jemand in ihrer Klasse erfährt, dass sie weder lesen noch schreiben kann. Sie mogelt sich durch die ersten Wochen richtig gut durch, bis sie einen neuen Lehrer, Mr. Daniels, bekommt. Er gewinnt Allys Vertrauen ziemlich schnell und stellt fest dass sie hochintelligent ist. Mr. Daniels gibt Ally Nachhilfe und kommt auch so auf ihr kleines Geheimnis. Endlich ein Hoffnungsschimmer für Ally, dass sie nun eine Person hat, der sie sich anvertrauen kann und der ihr hilft, lesen und schreiben zu lernen. In ihrer neuen Klasse hat sie sich ebenfalls schon eingelebt und mit ihren Freunden Keisha und Albert setzt sie schließlich sogar die mobbende Klassenkönigin Shay schachmatt. Jeder ist auf seine Art klug. Aber wenn du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist. - Seite 180 Eine absolut warmherzige und berührende Geschichte, die wir hier geliefert bekommen. Ally ist ein Mädchen, dass man sofort in sein Herz schließt. Man kann sich in ihre Ängste und Gefühle sehr gut hineinversetzen, was für mich als Leserin immer sehr sehr wichtig ist. Ich kann mit Protagonisten absolut nichts anfangen, dessen Gefühle und Gedanken ich nicht verstehen kann. Hier hat es die Autorin absolut richtig gemacht. Ein Buch, in dem der Leser auch zu lesen bekommt, wie grausam Schüler sein können. Ist man anders als alle anderen, wird man abgestempelt, verspottet, missachtet oder gemobbt. Das ist die Realität, die mich immer wieder unglaublich traurig macht. Ally konnte gott sei Dank Freunde finden, die sich für sie stark gemacht haben, aber man weiß, dass es sich dort draußen oft nicht so abspielt und wie einsam und allein gelassen man sich in so einer Situation fühlen kann. Opa sagt immer, dass man mit Wörtern so vorsichtig umgehen muss wie mit Eiern. Bei beiden kann man den einmal angerichteten Schaden nicht mehr rückgängig machen. - Seite 207 Eine Geschichte, die mich zutiefst bewegt hat. Eine bezaubernde Story, die man unbedingt lesen sollte. Toller Schreibstil, tolle Charaktere und eine wahnsinns Thematik, die richtig toll in dieser Geschichte verpackt wurde. Dreihundert Seiten, die mich sehr nachdenklich zurück gelassen haben. Ein einfühlsames Buch, dass realer und authentischer nicht sein hätte können. Lesen, lesen und nochmals lesen! Wenn man sich mit etwas schwertut, heißt das wohl nicht, dass man es nicht kann. - Seite 221