Leserstimme zu
Sturm des Todes

Würdiger Abschluss der Saga

Von: Hirilvorgul
30.08.2017

Der Titel dieses Abschlussbandes hält, was er verspricht. Das Sterben und der Tod durchzieht die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite. Sigurd wandelt sich im Lauf der Geschehnisse vom Söldner mit einer Handvoll Freunde zum Anführer einer beachtlichen Kriegerschar. Mit dieser macht er sich dann auch auf den Weg zu seiner Rache, der er alles andere unterordnet. Dass er auf diesem langen Weg ein bisschen zu oft erst vom Pech verfolgt und direkt danach wieder vom Glück begünstigt wird, fällt nur wenig ins Gewicht – schließlich ist er der Odin Begünstigte, da kann es das Schicksal wohl durchaus solche Wendungen bereithalten. Dessen ungeachtet findet die Saga mit diesem Band einen würdigen Abschluss, der in einem wirklich großen Finale gipfelt. Kristian lässt uns auch in diesem Buch wieder einen Blick auf Sitten und Gepflogenheiten der Nordmänner werfen, ihre tiefverwurzelte Götterfurcht erleben und ihren unbedingten Willen spüren, ein kämpferisches Leben zu führen, um am Ende einen ehrenvollen Tod zu finden. Denn am Ende aller Tage, an Ragnarøk, werden nur die an Odins Seite kämpfen, die kämpfend gestorben sind. Wie auch die ersten beiden Teile der Saga ist auch dieser nichts für Zartbesaitete, denn es wird viel Gemetzelt, die Welt versinkt streckenweise in Blut, Eingeweiden und Tod. Aber das Leben im 8./9. Jahrhundert im Norden unseres Kontinents war nun mal rau und kriegerisch. Ich kann die Saga allen empfehlen, die sich für das Leben und Sterben der von uns gemeinhin als Wikinger bezeichneten Nordmänner interessiert. Von mir gibt es auch für den gelungenen Abschlussband 4 Sterne. Fazit: Würdiger Abschluss der Saga um Sigurd und seine Mannen und ein Leben für die Rache.