Leserstimme zu
Das Kaninchenrennen

Das Kaninchenrennen

Von: B. Lenzen aus Mönchengladbach
26.11.2014

In Niederrhode wird die Tradition gepflegt. Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges warnte ein Kaninchen die Menschen des Ortes vor einem Überfall durch Räuber. Daher gibt es jedes Jahr ein Fest, bei dem alle Zehnjährigen mit einem Kaninchen ein Rennen veranstalten. Der Sieger wird wie ein Held gefeiert. Wer aber kneift, dem ist Hohn und Spott auf Jahre sicher. Tim Köhler ist Waise und lebt bei seinen Großeltern. Er will in diesem Jahr dabei sein. Aber er hat es schwer, weil er ständig zu spät kommt. Außerdem ist sein verstorbener Vater ein Kneifer. Dann gerät er auch noch mit seinen Freunden in einen Streit. Aber Pascal und Lissy zeigen sich dann als Freunde. Tim aber lässt sich nicht unterkriegen. Die Geschichte ist wunderbar erzählt. Man kann mit den Protagonisten mitfühlen, erlebt ihre Enttäuschungen, ihre Verletzungen, aber auch ihren Kampfgeist. In dem kleinen Ort spielen Kinder noch draußen, leben ohne die heutige Technik und können noch Kinder sein. Die einzelnen Charaktere sind sehr gut gezeichnet. Tim, Pascal und Lissy gehören nicht wirklich zur Gemeinschaft. Da ist zunächst der etwas chaotische Tim, dessen Vater Kneifer war. Pascal ist neu im Dorf und Lissy ist ein Mädchen. Tims ehemaliger Freund Carsten besteht auf Einhaltung von Vorschriften. Arno ist arrogant und sieht sich überall als Führer. Dann sind da noch Tims liebevolle Oma und der ehrgeizige Opa. Das liebevoll gestaltete Cover passt perfekt zu diesem Buch. Dieses Kinderbuch ist ein Lesespaß auch für erwachsene Leser.