Leserstimme zu
Tote Mädchen lügen nicht - Filmausgabe

Tote Mädchen lügen nicht

Von: Michelle Elisee
18.10.2017

Klappentext Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die tot ist. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe haben zu ihrem Tod geführt, dreizehn Personen hatten ihren Anteil daran. Clay ist einer davon... – Von dem Autoren Jay Asher wusste ich bisher nicht viel, sein Leben klingt eben auch nicht besonders spektakulär. Sein Buch lässt allerdings vermuten, dass er ein Feingeist ist und das macht ihn sehr sympathisch. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Nicht sonderlich anspruchsvoll und doch dem Alter angemessen. Kurz gesagt; fließend und harmonisch. Zu dem Inhalt muss ich wahrscheinlich gar nicht mehr viel sagen, da das Buch, wie auch die Serie in aller Munde war. Die Idee finde ich wirklich gut und durchdacht, wenn man nicht genauer hinschaut. Gleich ab der ersten Seite hatte mich das Buch gefesselt und das nicht nur mit meinen 22 Jahren. Mit 17 hatte ich es zum ersten Mal gelesen und war auch da schon völlig gefesselt. Da ich die Serie so liebte, musste ich die Movie Tie-In Version unbedingt haben. Die Gestaltung finde ich daher echt toll. Die Stimmung aus dem Buch, aber auch der Serie wird hier perfekt widergespiegelt. Die Botschaft des Buches, sowie der Serie finde ich im Grundriss wirklich gut. Bei genauerem Hinsehen, doch etwas fragwürdig. Hatte ich doch das Gefühl, dass die Serie Selbstmord verherrlicht. Gerade wenn man mit psychischen Problemen hadert, würde ich von dieser Geschichte abraten. Schnell rutscht es in eine falsche Schiene. – Das Fazit dieser traurigen Reise ist trotz des dramatischen Themas sehr positiv. Die Idee und auch die Umsetzung ist einfach super gemacht! Eines der wenigen Bücher, die ich wieder und wieder lesen werde. Sollte man jedoch selber psychisch instabil sein, sollte man sich fern halten.