Leserstimme zu
Die Liebe trägt Weiß

Schöne Geschichte, wenn auch ein bisschen zu viel Tennis

Von: Katha von Buecher_Bewertungen1
24.10.2017

Zusammenfassung Charlotte "Charlie" Silver ist der Liebling der Fans. Hübsch, freundlich, immer fair – eine Vorzeigespielerin im verrückten Tenniszirkus. Nur an die Spitze hat sie es bisher nicht geschafft. Als eine Verletzung Charlie zu der Entscheidung zwingt, ihre Karriere entweder aufzugeben oder sie ganz neu zu starten, schließt sie einen Pakt mit dem Teufel. Genauer gesagt: mit dem berüchtigten Tenniscoach Todd Feltner. Unter dessen Anleitung ist Schluss mit Nettigkeiten – ab jetzt ist Charlie die "Warrior Princess". Prompt stürzt sich die Klatschpresse auf die neuerdings stets in Schwarz spielende Amazone. Doch Siege und Schlagzeilen haben ihren Preis. Während der Stern der "Warrior Princess" aufgeht, weiß Charlie nicht mehr, wer sie wirklich ist. Von Wimbledon in die Karibik, von den US Open auf eine Jacht im Mittelmeer – das Leben droht ihr zu entgleiten. Ist Charlie tatsächlich bereit, ihrer Karriere alles zu opfern? Familie, Freunde und womöglich sogar ihre große Liebe? Cover Wer die Bücher von Lauren Weisenberger kennt, weiß, dass auf den Büchern immer ein High Heel abgebildet ist. Deswegen finde ich das Cover recht gelungen, denn wenn ich es anschaue, weiß ich genau von welcher Autorin es ist. Auch wenn die Bücher nichts miteinander zu tun haben. Auf den ersten Blick meint man vielleicht auch, dass das Cover nicht wirklich was mit der Geschichte zu tun hat. Doch wenn man das Buch gelesen hat, versteht man den Zusammenhang, denn der High Heel repräsentiert für mich in ihren Büchern immer die High Society, in der sich dann auch die Protagonistin befindet. Süß finde ich auch, und ehrlich gesagt habe ich es erst ganz spät entdeckt, diesen kleinen Tennisanhänger am Schuh. Passend zur Geschichte, in der es um die Tenniswelt geht. Kathas Meinung Wenn ich ehrlich bin, habe ich gar nicht mitbekommen, dass ein neues Buch von Lauren Weisenberger erscheint. Deswegen bin ich meiner Nichte echt dankbar, dass sie das Buch sowohl entdeckt als auch gleich für mich als Rezensionsexemplar angefragt hat. Denn eigentlich habe ich bisher fast all ihre Bücher gelesen, außer die zwei Teufel/Prada-Bücher. Da habe ich eher den Film gesehen zum ersten Buch, bis mir dann später aufgefallen ist, dass es doch ein Buch von der Autorin dazu gibt #typischKatha Der Einstieg in die Geschichte fiel mir durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil der Autorin recht einfach. Die Geschichte ist in der Erzählform von Charlie erzählt, für die Tennis ihre Welt ist. Für sie gibt es wirklich ausser Tennis nichts, sie ist durch und durch Profi. Doch durch ihre Verletzung bei einem wichtigen Wettkampf wird Charlie gezwungen für längere Zeit zu pausieren. Doch sie kämpft weiter, sie möchte unbedingt wieder an die Spitze. Aber um wirklich erfolgreich zu sein, muss sie auch so einige Opfer bringen: da sie sich für einen härteren Trainer entschieden hat, muss sie ihre alte Trainerin feuern, viel mehr an sich arbeiten, aber vor allem aufhören zu allen immer nett und fair zu sein. Und genau das fällt ihr anfangs schwer, denn Charlie spielt immer fair und kann es anfangs nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, doch ist das das Leben was sie sich wirklich schon immer vorstellt hat? Charlie mochte ich wirklich von Anfang an. Für sie ist Tennis ihr Leben, denn seit sie ein Kind war wollte sie schon immer Tennisprofi werden. Was ich wirklich toll an ihr finde, und was vielleicht etwas einzigartig ist, dass sie immer mit fairen Mitteln spielen möchte. Trotz ihrer sehr schweren Verletzung möchte Charlie ihren Traum nicht aufgeben, und kämpft sich mit allen Mitteln wieder an die Spitze. Deswegen fand ich auch, dass ihr Imagewechsel zur "Warrior Princess" nicht wirklich zu ihr passt. Wenn ich aber absolut nicht leiden konnte war ihr neuer Tenniscoach Todd Feltner. Gott war der mir sofort unsympathisch. Aber gut, vielleicht muss man auch so sein, in dieser ganzen Welt, wenn man ohne Rücksicht auf Verluste Erfolg haben möchte. Und obwohl mir das Buch echt gefallen hat, war es mir an Ende doch etwas zu viel Tennis. Früher als Kind war ich tatsächlich ein großer Tennis Fan und hab mir ganz oft Turniere angeschaut. Deswegen war es für mich schon interessant die Welt aus dieser Sicht zu betrachten, aber es war dann doch etwas zu viel Tennis und zu wenig Leben für meinen Geschmack. Deswegen vergebe ich dem Buch 4 Sterne.