Leserstimme zu
Krankheitsursache Atlaswirbel

"Das nenn ich ein Sachbuch" (Fachbuch)

Von: ifinishit
25.10.2017

Inhalt: Der Atlas... unser erster Halswirbel hat weitreichende Nervenverbindungen ins Gehirn, dadurch erklärt sich vielleicht auch manche Beschwerden die bei Störungen auftreten können. Beispiele dafür sind: Kopf, Hals und Gesichtsschmerzen, Muskelverspannungen, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Tinnitus, Gehen wie auf Watte, Sehstörungen, Schleier oder Flusen sehen, Müdigkeit, Erschöpfung u.v.m. Autor: Dr. Med. Siegbert Tempelhof ist Facharzt für Orthopädie, Manualmediziner, Osteopath und Buchautor. Er absolvierte eine osteopathische Ausbildung in den USA und ist ein Mitbegründer der Zeitschrift "Osteopathische Medizin" im Elsevier Verlag. Eines seiner Fachgebiete ist die Behandlung von Muskel und Skelettsystem, insbesondere des Atlaswirbels bei Kindern und Erwachsenen. Rezension: Das Buch ist in mehrere Kapitel aufgeteilt. Es führt einen schrittweise an die Anatomie, Entstehung, Ursachen, Symptome und Folgen heran. Der Schreibstil ist flüssig und verständlich trotz Fachbegriffen, so das sich durchaus auch Laien mit diesem Buch auseinandersetzen können. Begonnen wird mir einem Fallbeispiel anhand eines Schleudertraumas ( was sich etwas zieht...), danach wird auf andere Traumata und  Krankheiten eingegangen, sowie eine detaillierte Erklärung des Atlaswirbels mit Bezug auf das Nervensystem Muskel, ausstrahlende Schmerzen und Zusammenhänge bezogen auf die Psyche. Es werden Untersuchungs- und Therapiemöglichkeiten aufgelistet und zum Schluss  findet man eine Anamnese und einen Übungsteil. Im Anhang werden die Fachbegriffe super verständlich erklärt. Fazit: "Das nenn ich ein Sachbuch" (Fachbuch) Als gelernte Physiotherapeutin hat mich dieses Buch regelrecht angesprungen.... und ich wurde wirklich nicht enttäuscht. Es ließ sich  angenehm leicht lesen und gab mir all die Informationen (auch Neues) die ich brauchte. Ich habe mich schon viel über dieses Thema informiert und habe mir hier und da einzelne Stücke zusammengepuzzelt. Mit diesem Buch brauche ich nicht mehr puzzeln nun aber ich etwas Ausführliches ohne das der Kopf zu qualmen beginnt. Besonders gefallen hat mir der Teil der sich auf die Psyche bezog, was allein nur  durch die Körperhaltung entstehen kann und was Atlasstörungen/Verschiebungen mit ausstrahlenden Schmerzen zu tun haben. Für jemanden der neu ist auf diesem Gebiet, gibt es auch zahlreiche anatomische Abbildungen zur Verständlichkeit. Einige Übungen habe ich schon getestet und muss sagen, ich habe es am nächsten Tag gemerkt. Da ich selbst ab und zu an Tinnitus, knackender HWS  und  fliegenden Punkte vor dem Auge leide werde ich die Übungen natürlich weiter ausprobieren und das Resultat  später hier ergänzen. Meiner Meinung nach  sollten Laien ohne Befund/Untersuchungen aber nicht einfach leichtfertig anfangen täglich diese Übungen durchzuführen, denn  ohne das man weiß in welche Richtung sich die Verschiebung des Atlaswirbels befindet, trainiert man eventuell in eine Weiterverschiebung hinein. Da ja schon Dysbalancen bestehen. Dieses Buch hätte ich in meiner Ausbildung so nötig gebraucht, es hätte mir bei sehr vielen HWS Syndromen (oder Wirbelsäulensyndromen allgemein ) die Augen geöffnet. Ich kann es wirklich allen angehenden Physiotherapeuten und Ausgelernten die sich noch nicht auf diesem Gebiet spezialisiert haben wärmstens ans Herz legen.