Leserstimme zu
Das Haus ohne Männer

Freundschaft in Pantoffelreichweite

Von: die.buecherdiebin
10.11.2017

„Die Liebe ist hartnäckig. Wenn man ihr die Tür verschließt, versucht sie, durchs Fenster hereinzukommen.“ Inhalt: Die fünf Bewohnerinnen eines Hauses mitten in Paris sind sich einig: Keine Männer dürfen ins Haus. Sie alle haben der Liebe abgeschworen und Kater Jean-Pierre ist das einzige geduldete männliche Wesen. Doch dann zieht Juliette in das Haus ein und sie denkt ganz anders darüber… Meine Meinung: Der Schreibstil von Karine Lambert ist warmherzig, leicht humorvoll und sehr flüssig zu lesen. Die 222 Seiten kann man gut an einem gemütlichen Leseabend lesen. Die Frauen sind eng untereinander befreundet und leben seit Jahrzehnten ohne Männer, doch dann kommt Juliette, die noch an die Liebe glaubt. Jeden Sonntag treffen sich die Frauen im 5. Stock bei der „Königin“, einer inzwischen 75-jährigen ehemaligen Baletttänzerin, zum Abendessen. Der Königin gehört das Haus und sie hat die Regel aufgestellt. „Freundschaft in Pantoffelweite“ nennen die Frauen ihre Besuche. Alle Frauen sind auf ihre Art sympathisch, sind aber eher Nebencharaktere. Zwar werden nach und nach die Schicksale der Frauen und ihre schlechten Erfahrungen mit Männern erzählt, aber der rote Faden, der sich durch die Handlung zieht, ist Juliettes Geschichte. Sie mochte ich auch am liebsten. Alle Schicksale haben mich berührt und doch fehlte mir etwas in dem Buch und es konnte mich nicht so richtig fesseln. Der Ansatz ist auf jeden Fall da, aber ich hatte eine insgesamt zusammenhängende Geschichte erwartet. Das Buch wurde mir vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.