Leserstimme zu
Sternenwinternacht

Manchmal ist man dazu bestimmt, sich auch unter den widrigsten Umständen immer wieder zu begegnen!

Von: Lotti's Bücherwelt
22.11.2017

>>Manchmal bricht etwas Altes auseinander, damit sich was Neues zusammenfügen kann.<< Meg lebt mit ihrem Verlobten Mitch in einer kleinen Berghütte in den kanadischen Rocky Mountains. Sie liebt ihr abgeschiedenes, idyllisches Leben, doch während eines gewaltigen Schneesturms passiert ein tragisches Unglück. Da das Telefon tot ist und Internet sowieso dort oben nicht funktioniert, setzt sich Meg ans Funkgerät und versucht verzweifelt, Hilfe zu holen. Ihr Ruf erreicht Jonas, einen Unbekannten mit skandinavischem Akzent. Jonas kann Megs Notruf nicht vergessen und funkt kurz drauf zurück und so entwickelt sich mit der Zeit eine enge Freundschaft. Doch plötzlich ergibt sich eine theoretische Möglichkeit, einander in echt treffen zu können und Meg bekommt kalte Füße. Trotzdem kann sie seine Stimme einfach nicht vergessen. . . „Sternenwinternacht“ von Karen Swan ist ein etwas anderer Winterroman. Ein typisch kanadischer Plot einer englischen Autorin. Ich muss sagen, dass ich zunächst Probleme hatte, in das Buch reinzufinden. Ich hatte einfach andere Erwartungen. Stattdessen begann alles sehr emotional und sehr dramatisch. Zudem dachte ich zunächst, die Handlung rund um die beiden besten Freunde von Meg und Mitch sollte besser in einem weiteren Roman aufgearbeitet werden, da so einfach zu viele Protagonisten und zu viele Perspektiven im Vordergrund stehen. Doch gegen Ende löst sich alles auf, nur das wusste ich die vorherigen 400 bis 500 Seiten halt nicht. Rückblickend muss ich nun sagen, dass die Geschichte mich doch berührt hat und mir immer noch die ganze Zeit durch den Kopf spukt, was natürlich hauptsächlich an Meg und Jonas liegt. Meg, deren Hochzeit zur Beerdigung wurde. Meg, die in Jonas einen guten Freund gefundnen hatte. Jonas, der norwegische Commander auf der ISS, Veillchen-Elli's Stimme aus dem All, ihr Schutzengel aus dem Orbit. Jonas, der das Schicksal scheinbar gegen sich hat. Gelungen sind die miesen Astronauten-Witze und natürlich Dolores! Fazit: Manchmal ist man dazu bestimmt, sich auch unter den widrigsten Umständen immer wieder zu begegnen!