Leserstimme zu
Brixton Hill

Für mich leider unthrillig

Von: Sabrina Cremer
18.02.2015

“Es ist nicht der Aufprall, an den man sich später erinnert. Was man immer wieder or sich sehen wird, ist der Moment des freien Falls. Und man wird die Stille dieses Momentes hören. Denn die Welt hört auf, sich zu drehen. Alles ist ruhig. Nur der Körper fällt, schwebend, lautlos.” (Seite 7) Viel Gutes habe ich bisher über Zoe Beck und ihre Bücher gehört und da ich richtig Lust auf einen Thriller hatte, kam dieses Buch genau richtig. Dachte ich… Meine Erwartungen waren hoch – wurden aber leider nicht erfüllt. Die Protagonistin Emma Vine, genannt Em, hat mir gut gefallen. Sie ist gut mit Kimmy Rasmussen befreundet gewesen, bevor diese sich umbringt. Em ist geschockt und macht sich Vorwürfe, doch hatte ich schnell das Gefühl, dass diese Emotionen bei ihr recht schnell abstumpfen. Nichtsdestotrotz war sie mir auf ihre Art und Weise sympathisch und passte in die Story. Die Grundgedanken der Geschichte fand ich gut: es ging um Politik, Macht, Familien(intrigen), Stalking und Terror. Hier war meiner Meinung nach alles an Zutaten für einen hervorragenden Thriller. Doch an einem entscheidenden Bestandteil haperte es: der Spannung! Ein Thriller lebt davon. Doch leider konnte die Autorin überhaupt nichts davon an mich vermitteln. Die Geschichte plätscherte so vor sich hin. Und immer, wenn sich bei mir die Hoffnung auf Spannung neu aufbaute, wurde ich enttäuscht. Die Sprünge, die immer wieder in der Handlung auftauchten, haben mir nicht so gut gefallen. Mich haben sie teilweise sogar gestört und das ein oder andere Mal dache ich, dass die Aktion irgendwie aus dem Zusammenhang gerissen schien. Gut gefallen hat mir aber die Einstreuung der Revolte zu Margaret Thatchers Tod und den Einbau der sozialen Netzwerke, wie Twitter. Das gab der ganzen Geschichte noch mehr Bezug zur Realität. Tja, schade schade. Aber dieses Buch war für mich leider am Thema Thriller vorbei.