Leserstimme zu
Der Gast

Gastfreundschaft ist (nicht) immer eine Tugend...

Von: sorrynotbroke
02.01.2018

Neal ist auf dem Weg zur Videothek um seine ausgeliehenen Videos zurückzugeben. Als er auf dem Weg ist hört er eine Frau schreien und bemerkt, dass ein Mann gerade dabei ist, sie zu vergewaltigen. Der doch eher ängstliche junge Mann packt seinen Mut und erschießt den Täter vermeintlich, ehe er der Frau mehr Schaden zufügen kann. Aus Dankbarkeit lädt die hübsche Elise Waters ihn zu sich nach Hause ein. Anfangs verspürt Neal jedoch nicht den Wunsch mit ihr nach Hause zu fahren, weil er längst wieder bei seiner Fraundin sein sollte, fährt sie jedoch doch noch heim. Bei ihr daheim angelangt, schenkt sie ihm ein magisches Armband, welches einem Menschen die Fähigkeit verleiht in andere Körper zu schlüpfen und somit auch in die Köpfe der Anderen zu sehen. Was zunächst wie eine unglaublich tolle Fähigkeit aussieht stellt sich danach als wahnsinniger und immer böser werdenden Roadtrip für den jungen Neal heraus... "Endlich!!!", dachte ich mir. Endlich mal wieder ein längerer Laymon. Ich habe nämlich seit "Der Keller" keinen längeren Laymon mehr gelesen. Somit habe ich "Der Gast" praktisch verschlungen, sobald ich die Seite aufgeschlagen habe. Und im Nachhinein kann ich echt behaupten, dass Richard Laymon mit diesem Buch wahrlich eine Bereicherung für mein Regal beschert hat. Er kehrt mit den übernatürlichen Elementen und den Splatter-Szenen wieder zu seinen Wurzeln zurück. Alles gewürzt mit einer ordentlichen Portion Sex, die teilweise so infantil und pubertär scheint, sodass sie wieder lustig ist. Insgesamt stellt "Der Gast" für mich einen typischen Laymon dar, der sowohl für Efahrene, aber auch Laymon-Anfänger geeignet ist. Somit gebe ich ihm 4 von 5 Sternen.