Leserstimme zu
Wie man wird, was man ist

Die bewegende Autobiografie eines außergewöhnlichen Menschen

Von: M. Wilke
03.01.2018

Wer Yaloms bisherige Bücher schätzt, wird seine Autobiografie lieben. In gewohnt herzlich, offener Manier erzählt er von seinen intimsten, schönsten und schrecklichsten Lebensmomenten. Dabei lässt er die Lesenden spüren, was es mit seiner Transparenz, die er auch beruflich lebt, auf sich hat. Unwillkürlich ist man begeistert und fühlt mit. Seine Bücher lesen sich, wie Umarmungen und streicheln die Seele. Irvin Yalom liebt Literatur und so dürfen sich seine Lesenden auf viele wertvolle Buch- und Autorentipps freuen, die die persönliche Bibliothek bereichern können. Er nimmt sie mit, auf seine zahlreichen Reisen und lässt ganz nebenbei existenzielle Lebensweisheiten in der Tasche der Lesenden zurück. Des Weiteren teilt er seine fachlichen Erfahrungen bzw. Errungenschaften (z. B. sein Konzept der Gruppentherapie) und seine existenzielle psychotherapeutische Methode mit, sodass auch hier wieder seine übliche Zielgruppe von jungen, angehenden Therapeut*innen angesprochen ist. Durch seine empfindsame Art, ermöglicht Yalom es, mit ihm zu lachen, zu trauern, zu weinen und sich zu freuen. Von der ersten bis zur letzten Seite ein Hochgenuss.