Leserstimme zu
Die Farben der Erinnerung

Alte Bilder ...

Von: Diane Jordan
10.01.2018

Die Farben der Erinnerung Diane Jordan Also, „Alte Bilder“ wecken Erinnerungen, zumindest bei mir. Geht es euch nicht auch so? Und ob man will oder nicht, es schießen einem Sequenzen, Bruchstücke wie kleine farbenfrohe Blitze durchs Hirn. Das Taschenbuch „Die Farben der Erinnerung“ von Nicole C. Vosseler hat mich innehalten lassen und es hat für mich eine gewisse Magie, die ich mir selber nicht richtig erklären kann. Das Cover ist ansprechend und geheimnisvoll gestaltet. Rote Blütenzweige, ein harmonischer Schriftzug im gleichen Farbton, ein Paar das sich an den Händen hält und ein Gebäude, was schemenhaft angedeutet im Dunst liegt. Zwei Briefe, ein altes Schmuckstück und ein gut gehütetes Geheimnis, das liest sich doch gut. Mein Herz fängt begehrlich an zu klopfen, dass muss ich lesen. Das ist ja wie für mich geschrieben, denn ich liebe solche Stories und die vielen kleinen Rätsel drum herum. Als Vielleser und Dan Brown Fan erinnert mich der Plot von Nicole C. Vosseler ein wenig an das Original. Aber das finde ich nicht weiter tragisch ;-), denn ich liebe die Art der Lektüre. Der Schreibstil ist erst etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach und nach lasse ich mich darauf ein und plötzlich passt es. Vielleicht habe ich zu Beginn auch einfach zu große Erwartungen. Wer weiss? Aber die versteckten Hinweise und Symbole gefallen mir, wecken natürlich auch meine „innere Miss Marple“. Denn historischer Crime mit etwas Love geht immer, wie ich finde. Die Protagonisten sind meines Erachtens geschickt gewählt und detailreich beschrieben. Die Reise in die Erinnerungen gefällt mir außerordentlich gut und mit ureigenen Scharfsinn ermittle ich auf eigene Faust, um den Geheimnissen um die E-Mails mit unbekanntem Absender auf die Spur zu kommen. Aber so einfach ist das gar nicht ;-), ich komme immer wieder an meine Grenzen, muss hin und wieder etwas nachlesen oder google, weil ich es interessant finde und mein Wissen vertiefen möchte. Und die Geschichte hat es in sich, dass könnt ihr mir glauben. Spannend, fast wie ein Thriller, obwohl es doch ein Roman ist. Nach und nach ergibt, wie immer, alles einen Sinn und ich komme puzzlestückartig den Geheimnissen auf die Spur. Und plötzlich lichtet sich der Nebel und ich sehe klarer. Hach, dass tut gut ☺ und endlich kann ich den Staub und die Nervenkitzel der verschiedenen Zeitspannen abschütteln und die restlichen Seiten nur noch genießen. Und das ist auch angebracht, denn die Reise in die Vergangenheit war nicht immer ganz ungefährlich und hat an meinem Gemüt gezerrt. Aber falls ihr mich fragt... Mein absolutes Lesehighlight im Januar. Die Autorin werde ich im Auge behalten, denn es macht Spass sich auf ihre Bücher einzulassen und mitzufiebern. Inhalt: Als Kind verlor Gemma ihre Eltern bei einem Brand – ein tragisches Unglück, das sie auch als Erwachsene noch verfolgt. Ihr zurückgezogenes Leben in New York gerät jäh aus dem Gleichgewicht, als sie anonyme Post erhält: einen Umschlag mit Zeilen eines viktorianischen Gedichts und einem antiken Schmuckstück. Mit Hilfe des charismatischen Oxford-Professors Sisley Ryland-Bancroft begibt sich Gemma auf eine Spurensuche nach dem Absender, die sie über zwei Kontinente führt und großer Gefahr aussetzt. Denn ohne es zu ahnen, ist sie dabei, ein Geheimnis aufzudecken, das seit Jahrhunderten gehütet wird und der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit sein könnte … Die Autorin: Nicole C. Vosseler, am Rand des Schwarzwalds geboren und aufgewachsen, finanzierte sich ihr Studium der Literaturwissenschaften und der Psychologie mit einer Reihe von Nebenjobs. Bereits früh für ihre Kurzprosa, für Essays und Lyrik ausgezeichnet, wandte sie sich später dem Schreiben von Romanen zu. Ihre Bücher wurden bisher in acht Sprachen übersetzt. Nicole C. Vosseler lebt in Konstanz, in einem Stadtteil, der ganz offiziell »Paradies« heißt. Wenn sie nicht in ihrem Schreibstudio am Seerhein an einem ihrer Romane arbeitet, reist sie mit der Kamera um die Welt, wo sie trotz ihrer Höhenangst auch mal einen Vulkan besteigt und auch sonst das Abenteuer sucht. Weitere Bücher: Südwinde, Der englische Botaniker, Zeit der wilden Orchideen, Das Herz der Feuerinsel, Unter dem Safranmond, Sterne über Sansibar, Fazit: 5***** Das Taschenbuch „Die Farben der Erinnerung“ ist im Goldmann Verlag erschienen und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und sehr gut unterhalten. Es hat 416 Seiten und kostet 10,00 Euro.