Leserstimme zu
Stefano

Klassische Fantastic Romance

Von: Books and Biscuit
29.01.2018

Ab und an überkommt es mich noch und ich verspüre eine große Lust auf Fantastic Romance Romane. Christine Fehan hat es bislang nicht in mein Regal geschafft, weil mich weder die Klappentexte noch die Cover angsprochen haben. Das ändert sich jetzt mit ihrer neuen Reihe Shadows. Der Auftakt der neuen Reihe handelt vom Stefano Ferraro (anfangs musste ich bei dem Namen immer schmunzeln, weil es wie eine Kombination aus Ferrari und Ferrero klingt...), der zu einer weit zurückreichenden Familie von Schattenjägern gehört. Viele aus seiner Familie besitzen die Fähigkeit, mit den Schatten zu verschmelzen und so mit ihnen zu reisen. Und die Familienmitglieder, die nicht über diese Fähigkeit verfügen, wissen alles darüber. Die Ferraros sind eine Familie voller Rächer, die nach Gerechtigkeit streben und dabei - Achtung, Wortwitz - aus de Schatten heraus agieren. Denn obwohl sie gute Absichten haben sind ihre Methoden nicht immer legal. Der älteste Sohn Stefano und Protagonist dieser Geschichte ist der Anführer dieser Gruppe und trägt somit große Verantwortung mit sich herum. Wie es in diese Geschichten immer so ist, trifft er die Liebe seines Lebens genau zum falschen Zeitpunkt. Oder vielleicht doch zum richtigen? Denn was er jetzt am wenigsten gebrauchen kann ist eine Frau, die ihn von seine Aufgaben ablenkt. Eine Frau, die vor dem Mörder ihrer Schwester flieht und die, ohne es zu wissen, über die gleiche Fähigkeit wie Stefano verfügt. Aber andererseits wird sie durch diese Fähigkeit zur perfekte Frau für ihn, denn Schattengänger dürfen nur Schattengängerinnen heiraten, dami die Fähigkeit weitergegeben werden kann. Die Liebesgeschichte um die beiden ist wirklich süß. Stefano ist zwar ein herrisches Alphatier, wirbt aber mit ganzem Herzen um seine Herzensdame, die in ihrem Leben schon viel Schlechtes erlebt hat, die niemanden mehr hat und die sich eine Familie um sich herum wünscht. Und wie es in diesen Geschichten immer so ist, gibt sie für meinen Geschmack etwas zu schnell ihren Widerstand auf. Im einen Moment noch lehnt sie Stefano, seine Familie und was sie sind ab, im nächsten ist es die große Liebe. Shadows lässt sich schnell lesen und der Plot ist durchaus spannend. Auch die Idee mit de Schattengängern gefällt mir. Wie so oft in Fantastic Romance Büchern ist mir Protagonistin Francesca aber etwas zu naiv und zu abhängig und zu sehr die klassische Jungfer in Nöten. Nach allem, was sie erlebt hat, hätte ich mir eine mental stärkere Figur gewünscht, die sich nicht so schnell von einem Alphamännchen wie Stefano um den Finger wickeln lässt. Auch dieses ganze dominante Machogehabe in den Erotikszenen geht mir mittlerweile auf die Nerven - und von denen gibt es einige, obwohl es ein Weilchen dauert, bis die beiden es as erste Mal tun. Danach scheint es aber quasi keine andere Handlung mehr zu geben. Das hatte ich schon von Christine Fehan gehört, aber ich wollte mir selbst ein Bild machen. Um es kurz zu machen, wer auf Fantasic Romance mit den typischen Rollenverteilungen (Dominanter Mann, willenlose Frau) steht, wer viele Erotikszenen in Liebesgeschichten mag und wen das eine oder andere Klischee nicht stört, der ist mit Shadows gut bedient. Abgesehen von diesen Kritikpunkten in Sache Lovestory hat mich die Story um die Schattengänger nämlich extrem gut unterhalten.