Leserstimme zu
Das Weihnachtsdorf

Man sollte vorher "die Kräuter der Provinz" gelesen haben

Von: Chaoshoch4
07.02.2018

Wie schon Erwähnt, ist das Weihnachtsdorf die Fortsetzung der Geschichte aus „Kräuter der Provinz“. Nun, das wusste ich leider nicht. Sonst hätte ich wahrscheinlich nicht dazu gegriffen. Optisch, von der Aufmachung her, hat es für mich aber auch nicht darauf hingewiesen. Erst während des lesens wurde mir dies bewusst. Die Charaktere bleiben für mich größtenteils blass, ich bekam nur schwer Zugang zu ihnen und ihrem Alltag. Lediglich zu Christine, deren Familie sie überhaupt nicht verdient hat, konnte ich wirklich eine Bindung aufbauen. Andere wie Edy z.b. der sich nur für seine vegane Fleischersatzwaren die er produziert und verkauft zu interessieren scheint, ging mir ehr auf die Nerven. Vor allem, das er alles immer mit V schreiben muss… also Vesttagsbraten. Bei der Schreibweise rollen sich mir die Fußnägel hoch. Aber gut, auch solche Typen gibts, das will ich gar nicht ausschließen. Generell hat das Buch bloß knapp 170 Seiten Geschichtsteil, die restlichen 30 Seiten sind Rezepte (die für mich persönlich jedoch ein Highlight sind), somit bleiben Charaktere und Handlung allgemein sehr flach und oberflächlich. Das Weihnachtsdorf gleicht ehr einer Kurzgeschichte als einem eigenständigen Roman und da muss man sich dann schon überlegen ob man 12€ für das Hardcover investieren möchte. Fakt ist, wer eine locker leichte und kurzweilige Weihnachtsgeschichte sucht UND Kräuter der Provinz gelesen hat, wird an dem Buch sicherlich Freude haben. Mich konnte es leider nicht wirklich abholen, aber als besonderes Highlight gibt es am Ende rund 30 Seiten mit Winter- / weihnachtlichen Rezepten, wo sicherlich für jeden etwas dabei ist. Diese konnten für mich dann noch den 3. Stern rausholen. Man sollte aber überlegen irgendwie daraufhin zu weisen, dass dies keine eigenständige Geschichte ist, sondern eben eine Fortsetzung. Kurzum, ganz nett, aber kein Must Read in meinen Augen.