Leserstimme zu
Sonntags Tod

Spannender Krimi mit Tiefgang

Von: Lesendes Federvieh
07.02.2018

Die Lokalreporterin Ira Wittekind hat es wieder in ihre alte Heimat Westfalen verschlagen. Doch kaum ist sie wieder zurück, erfährt sie vom Tod ihrer Jugendfreundin Verena und dessen Ehemann. Es sieht nach erweitertem Suizid aus. Als Ira einen Polizeieinsatz begleiten darf, wird ein weiterer Toter in einer völlig zugemüllten Wohnung gefunden. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den drei Todesfällen? Bei ihren Ermittlungen stößt Ira auf lange unter den Teppich gekehrte Abgründe... "Sonntags Tod" ist der erste Krimi, den ich von Carla Berling gelesen habe. Ich habe das sehr gerne getan, denn ich mag besonders Krimis mit Inhalt, die einen gewissen Nervenkitzel und die richtige Portion Spannung enthalten. "Sonntags Tod" ist genau so einer. Die Handlung ist gut und schlüssig aufgebaut und hat es in sich. Besonders durch die Wahl des Hofes Eskendor als Hauptschauplatz wurde die Intensität der Schicksale noch verstärkt. Zuerst dachte ich, dass dieser tolle, moderne Hof wirkliche Idylle und Harmonie verspricht. Doch man sollte sich nie von Äußerlichkeiten täuschen lassen, denn wie heißt es so schön, oder so ähnlich: „Hinter den dicksten Gardinen werden die dicksten Tränen vergossen.“ Die Journalistin Ira Wittekind finde ich als Ermittlerin klasse. Völlig unverkrampft und mit gesundem Menschenverstand versucht sie die Todesfälle aufzuklären. Stück für Stück kommt man als Leser dabei immer näher an düstere Familiengeheimnisse und Abgründe aus der Vergangenheit. Durch immer wieder neue, unvorhersehbare Wendungen schafft es die Autorin dabei die Auflösung des Rätsels um den Täter erst ganz zum Schluss aufzulösen. Fazit: Carla Berling hat mit "Sonntags Tod" einen absolut lesenswerten Krimi geschaffen, der durch ein gutes Konzept besticht und beim Leser ohne großes Blutvergießen Gänsehaut erzeugt. Ich freue mich schon auf weitere Krimis dieser Autorin.