Leserstimme zu
Abendruh

Leider nicht so spannend wie andere Bücher der Reihe

Von: Magnificent Meiky
19.02.2018

Der Hintergrund dieses Falls von Rizzoli & Isles ist erschreckend und birgt viel Potential für Spannung! Drei Kinder, die alle drei bei verschiedenen Überfällen ihre ganze Familie verloren haben, werden erneut Opfer von Tragödien. Nur die drei Kinder gehen auch hier als Überlebende hervor. Es scheint keine Verbindung zwischen diesen Kindern zu geben und doch bleibt Rizzoli an den Überfällen dran. Dass ausgerechnet diesen Kindern immer wieder nach dem Leben getrachtet wird, kann und sollte einfach nicht sein. Währenddessen besucht Maura Isles ihren fast Ziehsohn auf „Abendruh“. Einer Schule für Kinder, die ihre Familie durch Morde verloren haben. Auch die drei Waisenkinder werden hier aufgenommen. Doch Maura ist schnell klar, dass auf Abendruh etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und so kommen sie gemeinsam den Hintergründen nach und nach auf die Spur. In „Abendruh“ wird fast jeder Charakter verwurschtelt, der in den letzten Bänden irgendwie eine Rolle gespielt hat. Mir war es ab und zu etwas zu viel, dass jeder etwas zum Geschehen beitragen musste. Auch das Privatleben der beiden Hauptprotagonistinnen zieht sich leider eher wie ein Kaugummi. Bisher fand ich es immer interessant, was auch außerhalb der Fälle bei den beiden passiert. Hier wird aber leider nur wiederholt, was schon in den letzten beiden Büchern zur Genüge beschrieben wurde. Der Fall um die Überlebenden Kinder fing für mich recht spannend an. Ich fand es sehr interessant gemacht und war neugierig auf die Auflösung des Falls. Bis zum Schluss war mir nicht klar, was der Grund und wer der Täter ist. Leider fand ich die Auflösung aber sehr enttäuschend. Es war einfach zu konstruiert. Mich hat das alles leider überhaupt nicht überzeugt. Besonders enttäuscht bin ich allerdings, weil mir bisher alle Bücher von Tess Gerritsen unglaublich gut gefallen haben. Verglichen mit den Thrillern anderer Autoren ist aber auch „Abendruh“ kein Flop-Buch. Trotzdem bin ich, was meinen kleinen Tess-Gerritsen-Hype angeht gerade etwas ernüchtert. Ich bin gespannt, ob mich ihr neues Buch „Blutzeuge“ wieder mehr von der Autorin überzeugen kann.