Leserstimme zu
Astrid Lindgren. Ihr Leben

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Von: Influenza Bookosa
22.02.2018

Manchmal packt mich die Lust auf eine Biografie. Wenn ich Pech habe, ist diese dann öde und trocken geschrieben und die Lust damit erst einmal wieder begraben. Wenn ich Glück habe, geraten mir Biografien wie die von Astrid Lindgren in die Finger. Jens Andersen macht alles richtig. Wenn man seine Arbeit schmälern möchte, könnte man sagen: Über Astrid Lindgren und ihr Leben lassen sich nur gute Dinge schreiben. Die Frau war so interessant und hat ein Leben geführt, dass nach 100 Biografien schreit. Es wurde doch schon alles gesagt. Ich glaube Biografien leben nicht von der Person, von der sie handeln. Sie leben von den Personen, die sie schreiben. Dem Autor ist es nicht nur gelungen eine außergewöhnliche Frau und Persönlichkeit zu porträtieren. Er gewährt seinen Lesern einen exklusiven Blick hinter die Kulissen von Lindgren. Dieses Mal geht es nicht nur um ihre Kindheit in Smaland oder ihre Arbeit als Autorin. Vielmehr geht es um ganz persönliche Dinge. Lindgrens frühe Schwangerschaft und die Bürde, zu einer denkbar unpassenden Zeit ein uneheliches Kind auszutragen. Ein Buch, das nicht nur für Fans der Lindgren-Bücher und ihrer Autorin lesenswert erscheint. Auch Leser guter Biografien kommen voll auf ihre Kosten. Fazit Über Astrid Lindgren wurde gefühlt schon alles erzählt, was es zu erzählen gibt. Jens Andersen stellt die Autorin in einem anderen, privateren Rahmen dar und gewährt dem Leser damit einen gänzlich ungeschönten Blick hinter die Kulissen.