Leserstimme zu
Rewrite your life

Schreibtherapie

Von: Sonja
03.03.2018

Dieses Buch ist wie eine Schreibtherapie. Die vielen Anregungen und Texte geben Anlässe, um (schreibend) über die eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nachzudenken. Zunächst stellt die Autorin die Rewrite-Prinzipien vor und stellt dann fünf unterschiedlich Schreibformen vor. Auch hier gibt es schon viele Schreibübungen, die dabei helfen, sich auf die Methode einzulassen. Im zweiten Teil geht es dann um die Reise in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Zur Vergangenheit schreibt die Autorin zum Beispiel: „Verdrängst du Teile deiner eigenen Geschichte, amputierst du dich ein Stück weit selbst und lieferst dich damit unbewusst deinen eigenen Verletzungen aus. […] Denn die Gespenster der Vergangenheit sind nicht grundlos entstanden, sonst hättest du sie nicht als Erinnerung abgespeichert. Vielleicht wollen sie von dir erlöst werden und dich für deine eigene Empfindsamkeit, Zerbrechlichkeit oder Lebenslust sensibilisieren. […] Mithilfe deiner kreativen Entdeckungsfreude näherst du dich deiner eigenen Wahrheit hinter der Erinnerung.“ Meine bisherigen Lieblings-Übungen sind „Love Think Tank“ und „Hashtag what if“. Ich habe tatsächlich die Erfahrung gemacht, dass Schreiben ein großartiges Mittel ist, um sich selbst zu erforschen. Die Autorin schreibt es so: „Denn wo sonst konnte ich all das sein, was ich mich manchmal noch nicht zu sein getraute? Wo ins klare Wasser meiner Träume, Ängste und Visionen springen und nie untergehen, weil mich Wortnetze auffingen?“. Das Buch ist einfach toll geschrieben und lädt auf eine hilfreiche Art zum Schreiben und Reflektieren ein. Ich werde es noch häufiger zur Hand nehmen und mich hoffentlich noch viel intensiver zum Schreiben motivieren lassen.