Leserstimme zu
Das Vermächtnis des Vaters

Auch dieser 2. Band zieht den Leser wieder in den Bann!

Von: Annette Traks
11.03.2018

Dieser 2. Band der Familiensaga knüpft nahtlos an den 1. an und umfasst die Jahre 1939 - 1945, also die Zeit des 2. Weltkriegs: Harry Clifton und Emma Barrington durften die Ehe nicht miteinander schließen. Denn Old Jack Tar hatte in der Kirche sein Veto eingelegt mit der Begründung, dass wegen eines Seitensprungs von Hugo Barrington mit Maisie Clifton die Brautleute möglicherweise Halbgeschwister seien. Harry heuert daraufhin als 4. Offizier auf einem Frachter an, der von Bristol aus Ware nach Kuba bringen und 4 Wochen später beladen wieder zurück sein soll. Doch es kommt anders: Das Schiff wird von einem deutschen Torpedo getroffen und sinkt. Harry und sein Kamerad Tom Bradshaw sind die einzigen Überlebenden und werden von einem Passagierschiff, das auf dem Weg nach New York ist, aufgenommen. Als Tom stirbt, beschließt Harry, dessen Identität anzunehmen, um sowohl seiner Mutter (der er einen Brief mit dem wahren Sachverhalt schreibt) als auch den Barringtons viele Probleme zu nehmen. Vor allem Emma, die er noch immer liebt, soll sich nicht länger an ihn gebunden fühlen, sondern frei für ein neues Leben sein. Doch gleich bei seiner Ankunft in New York wird Harry alias Tom Bradshaw wegen Mordes verhaftet und muss für mehrere Jahre ins Gefängnis. Emma bringt derweil den gemeinsamen Sohn Sebastian zur Welt. Sie ist davon überzeugt, dass Harry noch lebt und setzt alles daran, ihn zu finden. Dessen bester Freund, Hugo Barringtons Sohn Giles, wird in Nordafrika beim Kampf gegen die deutsche Armee schwer verletzt und gerät in Kriegsgefangenschaft. Als die beiden jungen Männer nach etlichen Jahren wieder in ihrer Heimat Bristol sind, muss entschieden werden, wer von ihnen der rechtmäßige Nachfolger des inzwischen verstorbenen Hugo Barrington ist. Resümee: Im Mittelpunkt dieses Bandes stehen Harry Clifton und Giles Barrington, die viele Kämpfe überstehen müssen - der eine im New Yorker Gefängnis, der andere an der Kriegsfront - und zu durchsetzungsfähigen, ernsthaften jungen Männern werden. Und es geht um Giles' Schwester Emma, die unerschütterlich in dem Glauben ist, dass der geliebte Freund und Vater ihres Kindes noch lebt. Sie wächst bei der Suche nach ihm über sich selbst hinaus und entwickelt sich immer mehr von der Tochter aus reichem Hause zu einer selbstständigen, willensstarken Frau. Aber nicht nur diese drei jungen Leute, sondern auch alle anderen aus dem 1. Band bekannten Personen verändern sich - zum Teil in eine Richtung, die man nicht vermutet hätte. Insgesamt haben die Charaktere mehr Ecken und Kanten als in "Spiel der Zeit", und es erfolgt nicht mehr eine so starke Polarisierung zwischen Gut und Böse. Die Handlung ist sehr temporeich, und Perspektivwechsel, in denen eine Person ein bestimmtes Geschehen aus ihrer Sicht erzählt, erfolgen seltener als in Band 1. Zentrale Themen, die den Leser bewegen, sind: • Wird Emma Harry finden und • werden sie doch noch heiraten können? • Ist Harry Clifton Hugo Barringtons Sohn? • Wer wird nach seinem Tod der rechtmäßige Erbe? • Wie meistert Harrys Mutter Maisie, die im 1. Band im Mittelpunkt stand, ihr Leben? Einige dieser Fragen weden beantwortet, andere (noch) nicht. Das Buch endet wieder mit einem Cliffhanger in Form einer ungelösten Frage. Fazit: Auch dieser Folgeband zieht den Leser wieder in den Bann!