Leserstimme zu
Die Phileasson-Saga - Silberflamme

Hervorragend!

Von: Die Buchfluesterin
11.03.2018

Die Phileasson-Saga Silberflamme von Bernhard Hennen & Robert Corvus Cover: Sehr ansprechend, passend zum Thema des Buches und es hat mich sofort angezogen. Meinung: Obwohl ich die vorherigen Bände nicht gelesen hatte (Ich wusste nicht, dass es eine Reihe ist ), hatte ich keinerlei Probleme beim Einstieg in die Geschichte. Ich musste mich zwar erst an die einzelnen Mitglieder der Ottajaskos und die vielen Namen gewöhnen, aber das ist ja nun mal so wenn man nicht bemerkt hat, dass man sich für den 4. Band einer Reihe beworben hat, ohne die vorherigen Bände zu kennen. Für das Abenteuer und die Jagd nach dem Artefakt, tat das jetzt keinen Abbruch, nur eben für das Miteinander der einzelnen Charaktere und deren Vergangenheit. Aber man bekam alles Wissenswerte im Buch als Gedächtnisstütze sehr gut erklärt. Und ich kann nur sagen: Wow! Der Prolog für sich gesehen, war schon ein Knaller und mit fast 60 Seiten, schon eine Geschichte für sich. Dort lernt man schon jemanden kennen, der für dieses Abenteuer noch sehr wichtig wird. Mir gefiel dass beide Ottajaskos ( Das sind die beiden rivalisierenden Abenteuer-Reisegruppen) aus einem bunt zusammengewürfelten Haufen bestehen. Es sind jeweils in beiden Gruppen Charaktere zusammengepackt worden, die unter normalen Umständen nie irgendetwas miteinander zu tun gehabt hätten, sich aber zu diesem Abenteuer aufmachten und miteinander auskommen müssen. Während Phileasson Gruppe immer weiter zusammenwächst, hat Beorn oft das Problem des fehlenden Zusammenhalts. Wenn die Gruppe mal gerade nicht angegriffen wird, fangen seine Leute an, sich gegenseitig zu verdächtigen und misstrauen einander. Asleif Phileasson gefiel mir von den beiden Anführern am besten und war mir er durch seine rauhe aber liebenswürdige Art sofort sympathisch. Beorn Asgrimmson, der Blender ist mir zu aufbrausend, hinterhältig, ein schlechter Verlierer und ein noch schlechterer Gewinner. Wem ich bei diesem Wettbewerb um den Titel "König der Meere" die Daumen drücke, dürfte unschwer zu erkennen sein. Der Erzählstil ist fesselnd und sehr einnehmend. Man kommt aus dem lesen gar nicht mehr heraus ( man kennt das ja: " Ich muss morgen zwar um 5.00 Uhr aufstehen, aber ein Kapitel lese ich noch ), der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, da er locker-flockig gehalten ist. Einzig die Namen ( der Charaktere, der Städte und Ortschaften ) bereiteten mir manchmal Schwierigkeiten. Die Geschichte an sich ist unglaublich komplex aufgebaut und hervorragend ausgearbeitet. Sämtliche kleine Fährten und lose Enden , die mal ausgelegt wurden, werden im Laufe der Story wieder aufgenommen und weitergeführt. Von dieser Art des Storytellings ...sorry, Geschichtenerzählens (schreibt man das so? Gibt es das überhaupt als "ein" Wort? Sieht seltsam aus....egal ) bin ich sehr begeistert. Die Charaktere sind akribisch ausgearbeitet und zwar jeder einzelne ( was hier eine Menge sind!). Kein Charakter bleibt blaß oder in seinem Handeln nicht nachvollziehbar. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und eine Geschichte zu erzählen. Fazit: Ein unheimlich tolles Buch. Ein weiteres Lese-Highlight in diesem Jahr. Ein Fantasy-Abenteuer, das seinesgleichen sucht. Jede Menge Abenteuer, Kämpfe, Hass, Intrigen, Ränkeschmiederei, Verluste werden erlebt, aber auch Vertrauen, Loyalität und Freundschaft und Liebe kommen nicht zu kurz. Nun, da ich von dem 4. Teil so begeistert bin, fange ich die Reihe mal von vorn an. ;-) Band 1 liegt schon bereit und ich bin gespannt, wie alles begann. Empfehlung: Kann ich besten Gewissens weiterempfehlen. Wenn Euch die hohe Seitenzahl nicht abschreckt und ihr gerne "dicke Klopper" lest und ihr es auch noch eventuell liebt Reihen zu lesen, dann seit Ihr bei dieser Reihe richtig. Am besten fangt Ihr dann mit Band 1 an. ;-) Von mir gibt's: 5 von 5 Sternen