Leserstimme zu
Dinner für drei

Leider fehlt der gewohnte Charme eines Phillips - Romans

Von: bookishhearts
13.03.2018

Nachdem ich vor einer Weile bereits "Verliebt bis über alle Sterne" als ersten Roman von Susan Elisabeth Phillips gelesen habe und den Roman sehr gemocht habe, war ich auf "Dinner für drei" natürlich sehr gespannt. Daher war ich auch dankbar, den Roman als Rezensionsexemplar erhalten zu haben. Allerdings muss ich gestehen, dass "Dinner für drei" bei Weitem nicht an den Witz und Charme von "Verliebt bis über alle Sterne" heranreicht, was vor allem daran liegt, dass Honey Moon nicht unbedingt eine Figur ist, mit der man sich zunächst identifizieren möchte. Sie ist einfach zu speziell und zunächst auch viel zu fies und gehässig, als dass man mit ihr Mitleid, geschweige den so wirkliche Sympathien entwickeln kann. Im Gegensatz zum Klappentext bin ich nicht der Ansicht, dass Honey Moon ihrem Namen gerecht wird. Hinzu kommt, dass die anderen Figuren in diesem Roman ebenfalls nicht besonders gut ausgearbeitet sind. Man braucht sehr lange, um die einzelnen Figuren so recht auseinander zu halten. Ich für meinen Teil hatte dadurch zunächst Mühe in die Handlung reinzukommen. Irgendwie ist zunächst Handlung an Handlung aneinandergereiht, ohne dass echte Gefühle aufkommen, geschweige denn die Handlung einen Touch vom Phllips gewohntem Esprit zeigte. Die Chemie zwischen den einzelnen Figuren stimmte meiner Ansicht nach nicht wirklich und das spürt man auch beim Lesen Die vom Klappentext angedeutete Dreiecksgeschichte kommt erst extrem spät zu Tragen, wodurch erst sehr spät Gefühle aufkommen. Man hat stellenweise das Gefühl, als wolle Honey Moon den einfachsten Weg wählen, ohne jedoch so recht hinter ihren Entscheidungen zu stehen. Dieser Roman konnte bei mir erst im letzten Drittel so recht punkten, da die Figuren hier etwas menschlicher wirken und Ecken und Kanten entwickeln. Des Weiteren werden kommt hier endlich echte Dramatik auf und die Figuren sind mit echten lebensentscheidenden Schicksalsschlägen konfrontiert. In den ersten beiden Dritteln ist der Roman leider zu sehr in die Länge gezogen. Man müht sich ein wenig zu sehr durch die Handlung. Dem ganzen Roman hätte etwas mehr Fokus auf die Haupthandlung gut getan. Insbesondere die Wiedergabe der Inhalte der Dash Hogan Show hätte deutlich zusammengeschrumpft werden können, denn diese tragen nur wenig zur Handlung bei und verdeutlichen auch nicht wirklich Verhaltensweisen der Charaktere. Fazit: Ein starkes letztes Drittel kann leider nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Handlung zunächst dahinplätschert, nur mit wenig Dramatik aufwartet und eher unsympathische Charaktere aufweist. "Dinner für drei" kommt meiner Ansicht nach um Längen nicht an Susan Elisabeth Phllips Charme heran. Diesem Roman hätten etwas charmantere Charaktere, die etwas mehr Esprit versprühen sehr gut getan. Daher kann ich für diesen Roman leider auch keine Leseempfehlung aussprechen! Note: 4 (💗💗)