Leserstimme zu
Lange hatte ich Angst in der Nacht

ein beschützender Koffer auf einer laaaangen Reise

Von: Anne
07.04.2018

Ich muss ehrlich gestehen, ich hatte mir unter dem Buch was völlig anderes vorgestellt. Zumindest vom Titel her.. aber ich muss auch sagen, dass ich das Buch bzw. der Charakter von Arséne sehr fasziniert und auch berührt hat. Die Reise bzw. eigentlich die Flucht des Jungen aus seiner Heimat mitzuerleben ist wirklich schaurig. Nur mit einem Koffer bepackt reist er zu Fuß, soweit ihn seine Füße tragen.. weit weg. Weit weg vom Krieg, vom Tot und Grausamkeiten. Ein sehr einsamer Weg liegt vor dem kleinen Jungen.. er hat nur seinen Koffer, der ihm jede Nacht aufs neue beschützt. Er wird zu seinem besten Freund. Es ist eine sehr ergreifende Geschichte. Aber in diesem Buch lernen wir nicht nur Arséne kennen, sonder auch Suzanne, eine Autorin die sich mit sehr alten Familien Erbstücken beschäftigt. Ich denke sogar, dass es ihre Methode ist mit ihren eigenen Erbstücken, mit ihrer eigenen Vergangenheit ins Reine zu kommen. Suzanne hängt sehr an ihrer Kindheit, als noch alles gut war. Zumindest bis Tag X! Seit dem, hängt sie eigentlich ihrem alten zu Hause hinterher.. kommt nicht davon los. Beide Charaktere haben einiges zu verarbeiten, jeder auf seine Weise. Mir hat hat das Buch wirklich gut gefallen, doch an manchen Stellen fehlte mir etwas mehr Gefühl und Spannung. Ich konnte das Buch recht schnell wieder aus der Hand legen - hat mich leider nicht ganz so sehr gepackt. Das Buch hat zwar nur 160 Seiten, doch diese reichen vollkommen aus, um die Leidenswege der beiden Charaktere zu umschreiben und uns auf den Weg mitzunehmen.