Leserstimme zu
Tote Mädchen lügen nicht - Filmausgabe

Oder lügen tote Mädchen doch?

Von: Am.ys
06.05.2018

Inhalt DU KANNST DIE ZUKUNFT NICHT STOPPEN. DU KANNST DIE ZEIT NICHT ZURÜCKSPULEN. DOCH WENN DU DIE WAHRHEIT WISSEN WILLST … … DRÜCKE AUF PLAY Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon … (Klappentext) Und jetzt noch mal ehrlich – worum geht´s? Es geht um Clay und seinen Gedanken rund um den Selbstmord seiner ehemaligen Klassenkameradin Hannah Baker. Jetzt wieder ihre Stimme zu hören verwirrt und bringt ihn total durchs Konzept. Und so läuft er durch die Nacht mit einem geklauten Kassettenrekorder und geht den ihren Gefühlen und ihrer Geschichte auf den Grund. Denn jede Geschichte, die ich erzähle, bringt eine Menge unbeantworteter Fragen. Meinung Ich hatte mich sehr lange gegen dieses Buch gewehrt. Einfach aus dem Grund, weil ich diese Thematik, mit der sich das ganze Buch beschäftigt, sehr schwer finde und deswegen ist das hier auch keine einfache Rezension. Das Buch beschäftigt sich in erster Linie mit Mobbing und Selbstmord. Ich selbst hatte nie irgendwie näheren Berührungen mit Selbstmorden und deswegen fällt es mir auch schwer mein Urteil zu diesem Buch zu fällen. Das Innere vom Buch hat mir sehr gefallen. Da „Tote Mädchen lügen nicht“ aus der Sicht von Clay geschrieben worden ist, hat man hier seine Passagen normal gedruckt und die Passagen von Hannahs Tonband in kursiv. Ich persönlich habe manchmal die normal gedruckten Zeilen übersprungen, weil mich Clay in einigen Momenten nicht interessiert hat und deshalb denke ich, bei einigen Stellen hätte man ein paar Einsparungen vornehmen können. Außerdem habe ich das Buch „zur Serie“ gelesen und so warne auch Bilder zu den jeweiligen Charakteren enthalten. Die Geschichte selbst hat mir auch „gefallen“. Man hat schnell bemerkt wie gut Hannah ihren Selbstmord geplant hat und dadurch, dass auch Clay Hintergrundinformationen hatte, konnte man viel mit ihr mit fühlen. Sie wählt ihre Worte mit bedacht. Einerseits, dass Leute sie verstehen und andererseits, dass die Personen, über die sie erzählt, leiden. Ich mochte Hannah sehr. Sie ist keins von diesen aufgesetzten Highschoolmädchen, die nur in Selbstmitleid versinken, weil sie von dem super süßen Basketballspieler abserviert wurden. Obwohl ich manchmal mich gefragt habe, warum sie aus allem so ein großes Theater macht. Aber in ihrer Geschichte gibt es kein großes Ereignis, was ihren Selbstmord auslöst, sondern es sind die kleinen Dinge, die, die man manchmal gar nicht bemerkt, wenn man sie zu anderen sagt. Es ist eine sehr lange Kette von Ereignissen, die alle in Verbindung stehen und jedes löste irgenwie das andere aus. Sie selbst bezeichnete das oft als „Lawine“. Je weiter man gelesen hat, umso größer – und auch sinnvoller – wurde ihre Geschichte und auch für Clay ergab manches viel mehr Sinn. IMG_20170803_113115_715.jpg Clay ist wie das genaue Gegenteil von Hannah. An der Schule hat er ein sauberes Images, ist gut Freund mit jedem und auch Zuhause lief es super. Auch hatte er nie etwas zu tun mit Mobbing. Clay mochte Hannah und sie mochte ihn, aber leider wurde nie etwas aus den Beiden. Also ist es auch kein Wunder, dass er Hannah sehr vermisst und immer noch um sie trauert. Und desshalb ist es für ihn sehr schwer die Kasseten anzuhören. Er kann nicht verstehen warum ausgerechnet er an Hannah´s Tod verantwortlich sein sollte. Bewertung Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Jay Asher setzt hier zwar nicht auf ein Happy End, aber denn noch mochte ich auch den Schluss. Eigentlich habe ich nicht viel auszusetzten, außer, dass mir einige Passagen sehr schleppend vorkammen, besonders die von Clay. Dennoch kann ich das Buch nur weiter empfehlen und ich könnte es mir auch gut als Schullektüre vorstellen. Ich gebe dem Buch 4 1/2 von 5 Sternen ♦♦♦♦♥… Amy over and out.