Leserstimme zu
Die echte kroatische Küche

Sommer, Sonne und Süßes aus Split

Von: Lotta
14.05.2018

Während wir bei erstaunlich sonnigen Maitagen bereits eine erste Ahnung des kommenden Sommers erhaschen, versetzt uns „Die echte kroatische Küche. Über 90 landestypische Rezepte“ von Ino Kuvacic aus dem südwest-Verlag schon mitten hinein. Überschaubar aufgeteilt in vier Kapitel finden wir in den Rubriken „Gemüse“, „Aus dem Meer“, „Fleisch“ und „Süßes“ alles, was das Herz begehrt. Nach einer Einleitung des Autors, der selbst gebürtiger Kroate aus Split ist, gibt es eine kleine Landeskunde, Infos zu Geschichte, Küche, Kultur und Gastfreundschaft. Los geht es mit Rezepten wie „Suppe aus Karotte, Paprika und Aubergine“, „Sauerkirschsuppe“, „Gefülltes Brot aus Vis“, „Gebackene schwarze Oliven“, „Artischocken auf dalmatinische Art“, „Weißkohl mit Teigfladen“, „Ziegenkäsecrêpes mit einer Sauce aus gerösteter Paprika“, „Zucchiniküchlein“, „Mangoldpaste“, „Grüner Spargel mit Rührei und Trüffel“, „Salat mit weißen Bohnen“, „Fruchtiger Linsensalat mit Sardellen“, „Grillkartoffelsalat mit Frühlingszwiebeln“ und „Tomaten-Bohnen-Salat“. Schöne Rezepte, gut erklärt und von den Zutaten her überschaubar. Dazwischen viele Fotos von Stränden, Märkten, Hausfassaden und kroatischem Lifestyle. Hmmm… wegen der Küche oder den Bildern würde ich da jetzt nicht unbedingt hinfahren, weil es mich nicht wirklich umhaut. „Aus dem Meer“ landen dann „Fischsuppe“, „Roter und weißer Stockfisch“, „Hummerrisotto“, „Gebackener Flunder“, „Muschelpasta mit dalmatinischer Tomatensauce“, „Tintenfischeintopf mit Dicke Bohnen“, “ Gefüllte Calamari“, „Okopussalat“, „Aal-Eintopf“, „Seeteufel mit Tomaten und Bohnen“, „Scampi mit Knoblauch, Weißwein und Tomaten“ oder auch „Thunfisch nach Art von Split“ auf dem Teller. Alles sicher total toll und lecker, aber hier bei uns, wo man den Fisch nicht so frisch und zu deutlich höheren Preisen bekommt leider nicht ganz so easy umsetzbar. Schade. Fleisch gibt es im dritten Kapitel dann in Form von „Graupen-Bohnen-Suppe“, „Krautwurst“, „Kaninchen auf dalamatinische Art“, „Pochiertes Huhn mit Oliven“, „Gefüllte Stubenküken“, „Ente mit Sauerkraut“, „Rebhuhnrisotto“, „Kutteln“, „Gefüllte Paprikaschoten“, „Frühlingslamm mit Tomaten und Erbsen“, „Kartoffelklößchen mit Rindfleischsauce“, „Pochierte Rinderzunge mit Kapernsauce“, „Weinblätter mit Fleischfüllung“ und „Peka“ (ein Fleischtopf mit Räucheraroma aus einem speziellen Ziegelofen). Und dann locken natürlich last but not least noch süße Leckereien wie „Bombice“, „Mandelplätzchen“, „Pfannkuchen“, „Kleine Krapfen“, „Birnenstrudel“, „Schokoladenknödel“, „Feigenkuchen“, „Mohnrolle“, „Kroatischer Zwieback“, „Sauerkirschlikör“, „Honiglikör“ und „Grüner Walnusslikör“. Definitiv mein liebstes Kapitel ^^ Alles in allem ein authentisches und schönes Buch, bei dem ich aber leider bemängeln muss, dass mir eindeutig Fotos der Gerichte fehlen. Ich finde es schade, dass ich so viele Bilder von Häusern und Ortschaften sehe, dafür aber an Rezeptbildern gespart wird. Ich freue mich zwar immer über Bilder, die einen Eindruck von Land und Leuten vermitteln, wenn dies aber zu Lasten anderer, meines Erachtens nach „notwendigerer“, Bilder geschieht, finde ich es unnötig. In Summe aber trotzdem ein rundes und gelungenes Werk.