Leserstimme zu
Wie Arthur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte und am Ende doch sein Herz fand

wunderschön erzählt

Von: huckleberryfriendz
15.05.2018

Arthur Pepper, seit einem Jahr verwitwet, hat sich zurückgezogen, scheut den Kontakt zu anderen Leuten und findet in seinen strikt eingehaltenen täglichen Routinen Trost und Halt. Als er den Kleiderschrank seiner verstorbenen Frau Miriam ausräumt, entdeckt er in einem Stiefel eine kleine Schmuckschatulle, die ein Bettelarmband mit verschiedenen Anhängern enthält. Arthur versucht die Geschichten hinter den Anhängern aufzuspüren um mehr über Miriam herauszufinden, bevor sie einander begegnet waren, zweifelt zwischendurch an sich und dem Sinn seiner Nachforschungen und erlebt Abenteuer und nette Kontakte. Dabei verändert er sich selber und findet immer mehr in ein bejahendes Leben zurück. Phaedra Patrick hat Arthurs Geschichte wunderschön erzählt; von Beginn an kann man sich gut in seine Lage versetzen, in seine Trauer um seine verlorene Liebe, mit der er 40 Jahre verheiratet war und die ihm so sehr fehlt. Immer wieder erinnert er sich an Erlebnisse mit ihr und ihren beiden Kindern, fragt sich, ob er ihr ein guter Ehemann war, der ihre Wünsche und Träume erfüllt hat und auch ihre große Liebe war – oder hat sie mit ihm ein langweiliges Leben geführt, ganz anders als das, das sie in der Zeit vor ihm geführt und nie erwähnt hat? Stets steht er zu ihr, auch während seiner Ermittlungen, eine redliche und treue Seele... Und, hat er als Vater alles richtig gemacht oder wäre da mehr möglich gewesen? Der Roman liest sich so leicht, ist dabei so gefühlvoll ohne kitschig zu sein, bietet spannende Szenen und jede Menge Aspekte, die zum Nachdenken anregen und vielleicht nicht nur Arthurs, sondern auch des Lesers Sicht auf das Leben inspirieren können. Mich hat der Roman ein klein wenig an „Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen“ erinnert, welches ich sehr schätze. Genauso geht es mir auch mit „Arthur Pepper“ und ich empfehle diesen Roman unbedingt weiter.