Leserstimme zu
Wie man wird, was man ist

Spannend, entspannend und verblüffend

Von: Stephanie Schuster
20.05.2018

Der Geschichtenerzähler und Bestsellerautor gibt mit über achtzig Jahren Einblick in seine Lebensgeschichte und seine Arbeit als Psychotherapeut. Aufgewachsen als Sohn jüdischer Einwanderer nach Amerika vor dem ersten Weltkrieg, musste er sich alles hart erkämpfen, so seine Erinnerung. Und doch, so stellt er es selbst im Text fest, trügt seine Erinnerung manchmal. So glaubte er z. B. keine Mentorin gehabt zu haben, da er seine Eltern, die einen Lebensmittelladen betrieben, bald an Bildung übertraf. Doch seine Freunde erzählen einiges anders und da ist ja auch noch seine Ehefrau, seine erste große Liebe, mit der er bis heute verheiratet ist. Zum Glück sind die Memoiren nicht durchwegs chronologisch erzählt, sondern sie springen von seiner interessanten Arbeit als Therapeut, aber auch als Schriftsteller zu seinem Werdegang. Das liest sich leicht, spannend, sehr unterhaltsam, regt aber auch zum Nachdenken an. Ein Buch, das Freude macht, das entspannt und verblüfft.