Leserstimme zu
Ein Sommer und ein ganzes Leben

Ein Sommer und ein ganzes Leben

Von: Tii
22.05.2018

Durch einen glücklichen Zufall kommt Katharina in den Genuss mit ihren zwei kleinen Kindern in die Villa ihrer Freundin zu ziehen. Ein Traum! Doch irgendwie bricht danach der Wahnsinn aus. Sie verliert die Räumlichkeiten in denen sie ihre Mediatoren-Sitzungen anbietet, das Leben ist ein einziges Chaos und der Umstand, dass in ihrem Magen die Schmetterlinge tanzen, wenn sie auf ihren Nachbarn trifft, hilft nicht wirklich weiter… Kristina Valentin erzählt sehr realistisch vom Abenteuer Leben, von Trauer und Ängsten. Wie man Ängste und Trauer überwinden oder auch einfach verdrängen kann. Und sie wirft ein helles Licht auf unsere Art mit Behinderungen umzugehen. Unser beständiges „trotz Behinderung“ statt „mit Behinderung“ und die Tatsache, dass man nicht sieht, dass der Rollstuhl nicht fesselt, sondern für Betroffene eine Art der Freiheit ist. Ein Roman, der sich leicht von der Hand lesen lässt und in gewisser Weise reflektierende Aspekte hat. Dennoch aber für mich keinen richtigen Biss besitzt und nur sanft daher plätschert. Ein Roman für Zwischendurch ohne besondere Anforderungen oder Substanz. 3 von 5 Rosen