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Rezension zu
Finderlohn

sehr gelungene Fortsetzung

Von: Der Büchernarr (Frank)
12.06.2018

Auch wenn dies der zweite Teil der Bill Hodges Trilogie ist, lässt sich der Protagonist recht viel Zeit, bis er die Bühne betritt. Stephen King erzählt in »Finderlohn« zuerst recht ausführlich die Vorgeschichte samt Hauptplot. Und das wie im ersten Teil der Trilogie wieder sehr gut. Immer noch kein Horror Es ist tatsächlich recht befremdlich, dass dieses Buch schlecht bewertet wird, weil es kein Horrorbuch ist. Nur weil auf dem Cover Blut zu sehen ist und der Autor Stephen King heißt, muss das Buch ja nicht gleich dem Horrorgenre entspringen. Nun hat King schon sehr oft bewiesen, dass er auch in anderen Genres heimisch ist. Dieser Thriller gehört sicherlich dazu und kann tatsächlich an die Qualität des ersten Teils »Mr. Mercedes« anknüpfen. Dabei wird die Geschichte vollkommen anders erzählt und aufgezogen. Die Protagonisten sind in »Mr. Mercedes« vorgestellt worden, so dass dieses Buch sich voll und ganz auf den Hauptplot konzentriert. Die Ereignisse des ersten Teils bilden dabei zwar im gewissen Sinne die Grundlage für dieses Buch, der Leser muss diesen aber nicht zwingend kennen, um sich hier zurecht zu finden. Allerdings empfehle ich dennoch zuerst den ersten Teil der Trilogie zu lesen. Thrill oder Krimi Die Geschichte wird zwar nicht rasant und in einem hohen Tempo erzählt, dafür aber nicht minder spannend. Meiner Meinung nach steigert sich King mit dem zweiten Teil sogar im Vergleich zum ersten, was die Erzählweise und das Spinnen der Handlungsfäden betrifft. Damit driftet das Buch zwischen den Genregrenzen Thriller und Krimi und lässt sich nicht wirklich irgendwo eindeutig zuordnen. Unterhaltsam ist das Buch dennoch, was vor allem daran liegt, dass der Fokus auf den neuen Protagonisten gelegt wird und die bekannten Charaktere zu Nebenfiguren werden. Ein interessanter Schachzug, der hier sehr gut funktioniert. Sprecher Stephen King und David Nathan werden bei den Hörbüchern mittlerweile direkt hintereinander ausgesprochen. Und davon profitiert der Hörer. In gleichbleibender und gewohnter Qualität mit hohem Wiedererkennungswert schafft es Nathan diesen Roman einzusprechen. Fazit Stephen King wendet im zweiten Teil der Hodges Trilogie einige Kniffe und Tricks an, die erstaunlich gut funktionieren und ihn sogar in meinen Augen besser als den ersten Teil werden lassen. Es wird quasi eine vollkommen neue Story erzählt, die sich in das Hauptgefüge der Trilogie einbettet. Geeignet ist das Buch somit für alle Freunde von Krimis und Thrillern sowie solchen, die Schreibstil Stephen Kings angetan sind.

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