Leserstimme zu
Federleicht - Die kreative Schreibwerkstatt

Buch über therapeutisch-literarisches Schreiben

Von: michael lausberg aus doveren
26.06.2018

Dieses Buch über therapeutisch-literarisches Schreiben ist eine Fortsetzung von Barbara Pachl-Eberhart Fortsetzung ihrer beiden SPIEGEL-Bestseller „vier minus drei" und „Warum gerade du?". Im März 2008 verlor Barbara Pachl-Eberhart ihren Mann und ihre beiden kleinen Kinder bei einem Autounfall. Ins Leben zurückzufinden gelang Barbara Pachl-Eberhart nicht zuletzt dadurch, dass sie zu schreiben begann: Worte zu finden, Texte zu schreiben, die die Sprachlosigkeit durchbrechen und dabei heilend auf die Seele wirken: Heute ist Barbara Pachl-Eberhart nicht nur mitten im Leben und wieder Mutter, sondern gibt diese Fähigkeit an andere weiter, um ihnen wieder Lebensmut und Zuversicht geben. Schreibprozesse haben häufig eine therapeutische Dimension: Eigene Erlebnisse und Erfahrungen, Ängste und Wünsche werden schreibend aufgegriffen und gestaltet. Regelmäßige Schreiberfahrung kann dazu führen, Entdeckungen über unbewusste Neigungen und Wünsche zu machen, weil der Schreibprozess immer wieder zu ähnlichen Themen, Stichworten und weiterführenden Gedanken führt. Das kreative und therapeutische Schreiben hilft anderen Menschen dabei, Krisen zu überwinden, persönliche Themen zu bearbeiten und den Spaß am Leben wiederzufinden: „Die literarische Arbeit an einem privaten Text kann auf das Selbstbewusstsein wirken wie ein Vitaminpräparat auf den Organismus: unterstützend, belebend. Man wächst, persönlich, indem man seinen eigenen Texten – und damit der eigenen Persönlichkeit – beim Reifen hilft.“ (S. 21) In der Therapie ist Schreiben eine Form von Selbstausdruck, bei der der Schreiber nicht nur handelt, sondern zugleich das Ergebnis seines Handelns betrachtet. Im ersten Teil des Buches geht es um grundlegende Bausteine des kreativen und therapeutischen Schreibens. Im zweiten Teil wird beschrieben, wie man über die Sachen schreibt, was unsere Sinne wahrnehmen. Dann geht es um das Schreiben an mögliche Leser und welche Kriterien einen guten Text ausmachen. Im vierten Teil kommt es zu einem Schreibprojekt, ein Glücksbuch von 25 Seiten innerhalb eines Tages. Das Schreiben als kreativer Dialog mit sich selbst und der Umwelt hat natürlich auch eine therapeutische Funktion für Menschen in Lebenskrisen. Dies ist natürlich nur für eine dementsprechend gebildete Schicht geeignet, die Freude daran findet, sich selbst kreativ zu betätigen und sich darauf einlassen kann, persönliche Themen mit emotionalem Hintergrund anzugehen. Dies ist eine gute Methode zur Bewältigung von Krisen und zur Festigung von Lebenslust, man muss dazu aber schon von vornherein eine gewisse Affinität besitzen.