Leserstimme zu
Remember the Fun

the last days of us

Von: BücherweltenBummlerin
05.07.2018

Immer wieder aufs Neue fällt mir auf, wie sehr mich das Cover und der Klappentext eines Buches beeinflussen, sodass ich mir schon danach ein Urteil über das Buch erlaube. Ist ja auch völlig klar, dass der Verlag genau das erreichen will und sein Produkt best möglich vermarkten möchte. Bei Remember the Fun hat mich besonders das Cover magisch angezogen, der Klappentext klang jedoch ziemlich 0-8-15. Dennoch entschied ich mich, das Buch zu lesen, da ich gerade Lust auf eine lockere Sommergeschichte hatte, die ich laut dem Klappentext erwartete. Dieses lockere Sommergefühl bekam ich auch, doch darüber hinaus bekam ich noch viel mehr, das man auf der äußerlichen Blick auf das Buch nicht erwarten würde. Nun stellt sich auch die Frage, ob ich den Klappentext oder meine eigene Inhaltszusammenfassung angeben soll, wobei ich auch nicht zu viel verraten möchte. Aber hier ein Versuch, das Ganze möglichst Spoiler frei zu verfassen: Zum Inhalt: Zoeys Absicht, warum sie sich auf den Roadtrip mit ihrem Ex und seiner Neuen einlässt, ist eindeutig: Sie will Finn zurück, denn nur mit ihm an ihrer Seite kann sie auch zu ihrem alten Ich zurückkehren. Zu dumm nur, dass besagte Neue ausgerechnet ihre beste und einzige Freundin ist. Da kommt es ihr gerade gelegen, dass auch Finns Cousine und Cousin sie auf dem Roadtrip zu dem lang ersehnten Konzert von Gray begleiten. Meine Meinung: Ich liebe es, Bücher über Roadtrips zu lesen und die Charaktere auf ihrer Reise zu begleiten. Leider wurde ich davon auch schon oft enttäuscht und der Roadtrip war weniger aufregend als erwartet. Bei Zoeys Trip entlang der Great Ocean Road wäre ich jedoch sehr gerne dabei gewesen. Die Charaktere erleben viel und fahren zu traumhaften Orten. Im Vordergrund stehen stets Zoeys widersprüchliche Gefühle. Sie ist immer noch gefesselt von ihrer Vergangenheit und vergisst dabei komplett ihre Zukunft und das Hier und Jetzt. Doch während des Trips gelingt es ihr, den Fokus zu verschieben und zu erkennen, was sie wirklich möchte und was sie wirklich glücklich machen kann. Mir war schnell klar, dass es sich hier aber nicht nur um eine besondere und wichtige Reise für Zoey handelt. Auch Finns Cousine Jolie trägt dem Trip eine große Bedeutung zu. Mir persönlich war der Grund dafür sehr schnell klar, was mich aber nicht am Lesevergüngen hinderte. Auch wenn dieses Buch und die Story dahinter nichts vollkommen Neues sind, ist es eine wundervolle Geschichte, die ich wirklich gerne gelesen habe. Es war eine gesunde Mischung aus Sommerglück und dem Ernst des Lebens. Die Geschichte wird aus Zoeys Perpekstive erzählt und das Alles in einem sehr angenehmen Schreibstil. Die Kapitel sind angemessen, weder zu kurz noch zu lang. Eine kleine Anmerkung noch, die mich etwas irritierte: Der englische Originaltitel entspricht nicht dem englischen Titel der deutschen Ausgabe. Ich kann zwar nachvollziehen, warum der Titel in Deutschland gewählt wurde, doch finde ich, dass man den Originaltitel nehmen sollte, wenn das Buch schon einen englischen Titel bekommen soll. Oder? Noch so ein Mittel, mit dem der eigentliche Inhalt hier verfälscht wurde. 17. Satz: „Von deiner Verwandlung reden wir später“, sagt sie und betritt ihr Zimmer.