Leserstimme zu
Zweimal Sommer zum Verlieben

Rezension Zweimal Sommer zum Verlieben

Von: Ninespo
17.07.2018

Die Frage „Was wäre, wenn…“ stellt sich doch jeder von uns gelegentlich mal. In Zweimal Sommer zum Verlieben von Aimee Friedman ist diese Frage die Ausgangssituation des Plots. Wie ihr das gelungen ist, liest du hier. Als ich Zweimal Sommer zum Verlieben im Bloggerportal sah, war ich direkt hin und weg. Der Klappentext verspricht eine sommerlich-leichte Lektüre mit dem gewissen Etwas des „Was wäre, wenn“ in zwei parallelen Handlungssträngen. Besonders schön fand ich die Umsetzung, denn Aimee Friedman schafft es, wichtige Eckpunkte in beiden Handlungssträngen einzubauen. Zweimal Sommer zum Verlieben bietet ein Paralleluniversum ohne Science Fiction Was jetzt ziemlich SciFi-mäßig klingt, ist es gar nicht. Denn Zweimal Sommer zum Verlieben besitzt keine Wurmlöcher, geheime Übergänge oder Superkräfte, sondern basiert tatsächlich auf der simplen Frage was geschehen wäre, wäre Protagonistin Summer nicht ins Flugzeug zu ihrem Vater nach Frankreich gestiegen. In zwei sehr durchdachten und gut strukturierten Handlungssträngen erleben Summer zwei unterschiedliche Sommer, die sich in den wichtigsten Kernentwicklungen überschneiden. Und gerade hierin sehe ich den Reiz des Romans. Denn während ich mich fragte, worin sich die beiden Versionen von Summers Sommer unterscheiden, war ich begeistert zu sehen, worin sie sich ähneln. Besonders faszinierend finde ich das Ende, denn dieses passt zu beiden Handlungssträngen und hat mich sehr glücklich zurückgelassen. Während mich also die grundlegende Idee des Plots sofort interessierte und auch dessen Umsetzung sehr gut gelungen ist, konnten mich auch die Figuren überzeugen. Das Figurenpersonal ist recht klein, dafür aber liebevoll gestaltet. Die Protagonistin Summer steht dabei natürlich im Mittelpunkt. Ihre Darstellung ist greifbar und realistisch. Dabei ist sie keineswegs perfekt. Sie ist unpünktlich, findet sich selbst nicht hübsch und muss sich im Laufe des Romans erst einmal selbst kennenlernen. Normalerweise bin ich ja von Figuren genervt, die sich ihres eigenen Werts nicht bewusst sind. Da Summer im Roman aber erst 16 Jahre alt wird, fand ich ihre Selbstzweifel sehr passend – denn Hand aufs Herz: Wer hatte diese Zweifel im selben Alter nicht auch? Aimee Friedman schafft Zweimal Sommer zum Verlieben lebensechte zwischenmenschliche Beziehungen mit allen Höhen und Tiefen Die anderen Figuren des Romans haben mir gut gefallen, wenngleich sie alle unterschiedlich stark im Vordergrund standen. Die Dynamik zwischen Summer und ihrer besten Freundin Ruby habe ich gerne verfolgt, da deren Beziehung sehr realistisch geschildert wurde. Generell sind die zwischenmenschlichen Beziehungen lebensecht und greifbar dargestellt, was ich wirklich erfrischend finde. Ich denke man merkt, dass ich an Zweimal Sommer zum Verlieben meine Freude hatte. Die Geschichte konnte mich gut unterhalten, sorgte für schöne Lesestunden und konnte mich sogar überraschen. Zweimal Sommer zum Verlieben ist der perfekte Roman für Lesestunden in der Sonne. Ich danke dem cbj Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Zweimal Sommer zum Verlieben.