Leserstimme zu
Die Farben der Erinnerung

Ein Buch bei dem das Kunsthistorische gut verarbeitet wird – und die Familie, Gegenwart und Vergangenheit vereint werden.

Von: elisalorenz
02.08.2018

Ich kannte die Autorin bis jetzt noch gar nicht. Umso gespannter war ich, was mich hinter dem vielversprechenden Cover und dem interessanten Klappentext erwartet. Die Geschichte dreht sich um Gemma, die als Kind ihre Eltern bei einem Brand verloren hat. Seither leidet sie unter Zwangsstörungen, womit sie aber in New York gut mit leben kann. Bis zu dem Tag, als sie ein Schmuckstück und rätselhafte E-Mails bekommt. Schnell sieht sie Verbindungen zu kunsthistorischen Forschungsergebnissen ihres Vaters, doch was hat das alles zu bedeuten? Sie muss es herausfinden. Als sie sich dem Professor Sisley anvertraut, ist dieser ebenfalls drauf und dran, das Rätsel um das Gemälde zu lösen. Mit ihm bereist sie 2 Kontinente, von Stadt zu Stadt. Sind sie dabei, ein großes Geheimnis zu lüften? Und, was hat „Die Dame in Grün“ für Auswirkungen auf Gemma? Man liest in 3 Zeitebenen, die nach und nach zusammenführen. Im Vordergrund steht natürlich Gemma, die mit Sisley auf der Suche nach der Wahrheit ist. Gefallen hat mir, dass die 2 Hauptcharaktere von Grund auf ähnlich sind. Somit konnte man ihre gemeinsame Entwicklung gut miterleben und nachvollziehen. Aber auch so fand ich die Charaktere sehr sympathisch. Die 2 Nebenebenen haben mir gut gefallen, da es dem Grundgeschehen mehr Tiefe gegeben hat. So hatte man immer Hintergrundinformationen, die sich später wunderbar in das Puzzle eingefügt haben. Der Schreibstil gefiel mir ebenfalls super, er hat sich sehr flüssig und problemlos lesen lassen. Vor allem, da die Autorin an manchen Stellen unnötige Details wegließ. Zum Beispiel der Wechsel zwischen den verschiedenen Städten auf der Reise. Neues Kapitel – neue Stadt. Ohne viel drum herum – und es war genau richtig so. Die Handlung hat sich langsam aufgebaut, bis sie dann in der Mitte an Spannung erlang und man unbedingt wissen musste, wie es weitergeht. Vom Ende bin ich überrascht worden, so hätte ich es anfangs nicht gedacht. Aber es war spannend und total passend. Fazit Für mich absolut ein Buch zum Weiterempfehlen. Ein Buch bei dem das Kunsthistorische gut verarbeitet wird – und die Familie, Gegenwart und Vergangenheit vereint werden. Das war definitiv nicht das letzte Buch der Autorin. :)