Leserstimme zu
Die Eismacher

Ice, Ice Baby ...

Von: Diane Jordan
06.08.2018

Die Eismacher Diane Jordan Ich bin unter die Eismacher gegangen. Mein Zaubertopf läuft auf Hochtouren und ich produziere mein eigenes superleckeres Speiseeis. Während meine neuste Kreation nun schön kühl im Gefrierschrank fest wird, schnappe ich mir meinen neuen Spiegel-Bestseller. Der Taschenbuch Roman „Die Eismacher“ von Ernest van der Kwast scheint mir bei diesen Temperaturen sehr verführerisch. Gespannt fange ich an zu lesen und werde nicht enttäuscht. Eine spannende Familiengeschichte ganz nach meinem Geschmack. Nebenbei erfahre ich einiges über die traditionelle Eisherstellung. Ich freue mich sehr, denn der Schreibstil ist eingängig, locker und sommerlich leicht. Mir gehen spontan zahlreiche Fragen durch den Kopf... Wer hat das Eis erfunden? Ist Milch im Eis enthalten oder doch eher Sahne? Wie entstehen die vielen, verführerischen Eis-Sorten? Gebannt lese ich weiter, denn ich möchte so gerne in die Kunst des Eismachens eingeweiht werden und vielleicht so noch das ein oder andere Geheimrezept erhalten. Zusätzlich interessieren mich natürlich die komplizierten Familienbande. Und ich kann euch verraten, es geht teilweise ganz schön zur Sache. Zwei heissblütige Brüder verlieben sich beide unsterblich in ein und dieselbe Frau. Da könnt ihr euch schon vorstellen, dass es nicht ohne Ecken und Kanten und Tränen vonstatten geht. Oder? Bei mir springt jedenfalls sofort das Kopfkino an. Vielleicht klischeehaft, weil man bei Italienern irgendwie zwangsläufig an Genuss und Amore denkt. Und in diesem Roman geht es eben irgendwie um den eiskalten Genuss und die ganz große Liebe. Aber auch um die gekonnte Verführung mit und durch Genussmittel. Ähnlich wie bei 9 ½ Wochen oder Fifty Shades of Grey, also mit sehr viel Fantasie oder eben auch Hitze von oben aufs Gehirn. Grins, aber lest bitte selber und lasst euch (sinnlich) verführen. Inhalt: Wenn Liebe auf der Zunge zergeht. Inmitten der malerischen Dolomiten liegt das Tal der Eismacher. Giuseppe Talamini behauptet gar, die Eiscreme wurde hier erfunden. Und er muss es wissen, schließlich haben sich die Talaminis seit Generationen dieser Handwerkskunst verschrieben. Jedes Jahr im Frühling siedeln sie nach Rotterdam über, wo sie während der Sommermonate ein kleines Eiscafé betreiben. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt: zartschmelzendes Grappasorbet, sanftgrünes Pistazieneis, zimtfarbene Schokolade. Dennoch beschließt der ältere Sohn Giovanni, mit der Familientradition zu brechen, um sein Leben der Literatur zu widmen. Bis ihn eines Tages sein Bruder aufsucht: Luca, der das Eiscafé übernommen hat, ist inzwischen mit Sophia verheiratet, in die beide Brüder einst unsterblich verliebt waren. Und er hat eine ungewöhnliche Bitte … Der Autor: Ernest van der Kwast wurde 1981 in Bombay geboren und ist halb indischer, halb niederländischer Herkunft. Seine Romane sind internationale Bestseller. Ernest van der Kwast lebt mit seiner Familie in Rotterdam. Weitere Bücher: »Fünf Viertelstunden bis zum Meer« Fazit: 4 **** für die gelungene Abkühlung in dieser tropischen Sommerhitze in Norddeutschland. “Die Eismacher “ ist im btb Verlag erschienen. Der Roman hat 400 Seiten und kostet 10 Euro. Und ☺ nun ist es endlich Zeit für mein „selbst gemachtes“ Nutella-Eis, denn das ist unterdessen im Gefrierschrank fertig und wartet auf den Verzehr! Himmlisch, denn ich genieße es jetzt mit meinem angelesen Wissen noch intensiver ☺!