Leserstimme zu
My First Love

Was sich liebt, das neckt sich :)

Von: Tuffydrops
27.08.2018

Zu Beginn des Buches war ich mir zumächst unsicher ob ich es mögen würde. Auf den ersten paar Seiten empfand ich Cassidy's Art als recht anstrengend und die Diskussionen zwischen ihr und Colton haben mich irgendwie genervt, weil mir das Ganze zu viel war. Allerdings hat sich meine Meinung schon nach kurzer Zeit geändert. Woran es genau gelegen hat kann ich leider nicht sagen, aber scheinbar gab es einen Punkt ab dem ich das Gekabbel der beiden mochte und zum Teil ziemlich amüsant fand. Das Lesen hat mir plötzlich richtig Spaß gemacht und bei jedem neuen aufeinander treffen der beiden, war ich gespannt was als nächstes kommt. Durch den »Schlussmach-Service« macht sich Cassidy natürlich nicht nur Freunde, sondern wird von vielen auch gemobbt oder blöd angemacht. Eigentlich sollte es anfangs nur eine einmalige Sache sein, aber plötzlich wollten immer mehr ihre Hilfe in Anspruch nehmen und haben sie dafür sogar entlohnt. Da Cassidy in bescheidenen Umständen lebt und das Geld eher knapp als reichlich zur Verfügung steht, ist es ein netter Nebenverdienst für sie, sodass ich ihre anfänglichen Zweifel, aber auch ihre Beweggründe dass sie das Geld überhaupt annimmt vollkommen nachvollziehen konnte. Cassidy strahlt eine starke, selbstbewusste Persönlichkeit aus, die sich nichts gefallen lässt. Sie ist sehr schlagfertig und sarkastisch, sodass ich mehr als einmal über ihre Bemerkungen schmunzeln musste. Ihr Charakter hat sich vermutlich so geformt, da sie es schon von klein auf nicht allzu leicht zu Hause hatte und sich nicht immer auf ihre Mutter verlassen konnte, wie es eigentlich hätte sein sollen. Ihre Freundschaft zu Lorn hat mir besonders gut gefallen, da man ihre tiefe Verbundenheit und Loyalität zum anderen förmlich gespürt hat. Die beiden verbindet eine starke Freundschaft, bei der jeder auf den anderen Acht gibt. Generell hat mir das Charakterdesign gut gefallen, da alle gut ausgearbeitet waren und ihre eigene Geschichte hatten und somit greifbar für den Leser waren. Sprachlich war das Buch sehr angenehm zu lesen. Es war locker geschrieben und durch die guten Beschreibungen konnte man sich alles bildlich wunderbar vorstellen. Was mir jedoch ein wenig gefehlt hat, waren ein paar unerwartete Wendungen. So gut wie alles, was in der Handlung passiert ist, war vorhersehbar und leider keine wirkliche Überraschung. Dies war zwar etwas schade, aber dennoch hat es mich nicht allzu sehr gestört, sodass ich die Geschichte trotzdem sehr gerne mochte. Beim lesen hat sich mir die ganze Zeit die Frage gestellt, wie das Cover eigentlich zur Geschichte passt. Zu sehen ist ein kuschelndes Pärchen am Strand, angelehnt an eine grüne Vespa. Da die Geschichte eher keine klassische Sommergeschichte beinhaltet, kam mir die Gestaltung erst ziemlich unpassend vor, obwohl es wirklich hübsch aussieht. Erst ganz am Ende, kam der aufklärende Moment, der mir dann auch ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte, da die Szene sehr schön war und dem Buch einen passenden Abschluss geben konnte. Fazit: Trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit den Protagonisten, hat mir die Geschichte ziemlich gut gefallen und konnte mich für kurze Zeit wunderbar unterhalten. Ich mochte Cassidy im Verlauf der Geschichte als toughe Protagonistin immer mehr, da sie sich nichts gefallen lässt und dadurch, dass sie sich eigentlich auf keinen Fall verlieben möchte, macht es sie nur noch menschlicher, dass es am Ende doch passiert, da man seine eigenen Gefühle nun mal nicht steuern kann.